Verl (zog). Statt der erhofften zwei Punkte im Heimspiel gegen einen auf Augenhöhe erwarteten Gegner stand für Handball-Oberligist TV Verl am Freitagabend eine laut Trainer „absolut verdiente" Niederlage mit dem Endergebnis von 22:27 (12:15) gegen die Zweitvertretung der Ahlener SG auf der Anzeigetafel.
Auf dem Statistikzettel lagen die Gastgeber dafür in den negativen Kategorien wie Fehlwürfe mit 24 sowie elf technischen Fehleren vorn. „Und damit ist ein enges Spiel nicht zu gewinnen" weiß TVV-Trainer Torben Gottsleben. Der hatte bei Amtsantritt im Juni eigentlich die Abwehr als größere Baustelle befürchtet. Die zeigte sich mit erneut 27 Gegentoren („grundsätzlich gut, damit kannst du Spiele gewinnen") immerhin als konkurrenzfähig.
Doch zu viele unvorbereitete Würfe und schlechte Entscheidungen in Überzahl im ersten Durchgang sowie nicht genutzte klare Chancen gegen einen guten Torwart in Halbzeit zwei waren eine zu große Hypothek. So kamen die Verler immer wieder heran (9:10, 11:12, 17:19, 19:21), doch das letzte Mal in Führung lag das Team beim 6:5 in Minute zehn.
„Auch die Kraft spielt eine Rolle, denn das erste Spiel geben wir nach 45 Minuten aus der Hand, und die vergebenen Würfe von außen oder vom Kreis gegen Ahlen resultieren dann auch aus mangelnder Konzentration", resümiert Gottsleben. So auch in der Abwehr, wo es mehrmals gelang, die Angriffe lange zu verteidigen, bis am Ende doch der Gegentreffer fiel.
Und dann geht auch das Selbstvertrauen flöten. „Aber das darf uns nicht umwerfen. Denn diese Themen können wir selbst bearbeiten. Und wenn die Auftakthandlungen noch besser werden, funktioniert auch der Abschluss", weiß der Trainer, wo es bei den kommenden Aufgaben gegen starke Gegner wie Jöllenbeck II, Mennighüffen und Altenhagen Il anzusetzen gilt.
Verzichten mussten die Verler auf Moritz Altenau, der im Training umgeknickt war. Auch Raphael Voßhans kam nicht zum Einsatz.


