(Glocke 08.09.2025) 40 Minuten chancenlos, dann macht Verl es nochmal spannend
Featured

(Glocke 08.09.2025) 40 Minuten chancenlos, dann macht Verl es nochmal spannend

Verl (zog). Am Ende eines wilden Spiels stand für die Oberligahandballerinnen des TV Verl eine Niederlage, und zwar mit 21:23 (7:12)-Toren. Die letzten 20 Minuten beim Regionalliga-Absteiger HSG Petershagen Lahde weckten immerhin die Hoffnung, dass die Mannschaft von Trainer Matthias Foede und „Co" Timon Kreft in der Saison angekommen und konkurrenztahig ist.

Doch in den ersten 40 Minuten der Spielzeit 2025/26 waren die TVV-Handballerinnen chancenlos. Viele Fehler bei wenig Bewegung im Angriff ließen sich von einer passablen Abwehrleistung nicht kompensieren, sodass die Gäste zwar mit 2:0 führten, dann aber zusehends deutlicher in Rückstand gerieten.

Als Leni Hermann in der 20. Minute beim Versuch, einen Gegenstol zu unterbinden, ihre Gegenspielerin unglücklich am Kopf traf und die Rote Karte kassierte, drohte gar ein Debakel. Beim 8:19-Rückstand in der 39. Minute nahm Foede seine Auszeit und brachte mit einer Umstellung und einer Einwechslung sein Team zurück ins Spiel.

Denn die nun auf Rechtsaußen beginnende und im Zuge des Positionsspiels als zweite Kreisläuferin einlaufende Nele Fortmeier sorgte mit vier Treffern genauso für vermisste Bewegung wie Sina Brüntrup im rechten Rückraum. „Sie ist in die Tiefe gegangen und hat die Dynamik reingebracht, die uns gefehlt hat", lobte der Trainer den aus der A-Jugend des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck gewechselten Neuzugang.

So starteten die Verlerinnen eine Aufholjagd, die mit jedem Treffer mehr Selbstvertrauen brachte, während beim Gegner die Unsicherheit wuchs und die Kräfte schwanden. Mit einem Drei-Tore-Lauf vom 22:18 zum 22:21 schaffte das Verler Team den Anschlusstreffer, jetzt war zumindest ein Punkt greifbar. „Aber in den letzten drei Angriffen machen wir dann drei technische Fehler", sagte Foede und fasste den Auftakt wie folgt zusammen: Wir haben gekämpft, gewollt, aber nicht gekonnt. Erst in den letzten 20 Minuten haben wir gezeigt, was möglich ist bei einem Gegner, der garantiert oben mitspielen wird."