Von Stefan Herzog
Verl (gl). Mit einem beeindruckenden Ergebnis von 31:18 (13:10)-Toren hat Frauenhandball-Oberligist TV Verl im ersten Heimspiel der Saison die ersten beiden Punkte eingefahren und sich Selbstvertrauen nach der Auttaktniederlage geholt.
Dass nach dem Erfolg über Regionalligaabsteiger SG Handball Ibbenbüren der Verler Handballhimmel aber nun voller Geigen hängt und sein Team nach ruckeliger Vorbereitung schon wieder im Flow und auf dem Leistungsstand der starken Rückrunde der Vorsaison ist, sah der Verler Trainer nicht. „Es ist in allen Bereichen noch viel Luft nach oben", sagte Matthias Foede, der angesichts der Umstände aber doch zufrieden und erleichtert war.
Denn mit der verletzten Lea Meierfrankenfeld, den wegen Krankheit nicht eingesetzten Marie Foede und Hannah Hölz sowie gleich einem Quartett von urlaubenden Spielerinnen (Kim Hollmann, Olivia Mersch, Nele Fortmeier und Tessa Korek) waren die personellen Voraussetzungen alles andere als günstig.
Doch die beiden A-Jugendlichen Jara Mensendiek (1) und Marlene Landwehr (3) machten ihre Sache im Wechsel auf Linksaußen richtig gut und Ellen Poon erwischte nach ihrer Einwechslung für Marie Brinkschnieder in der 15. Minute einen Sahnetag. Die wurfstarke „Halblinke" vergab einen Siebenmeter, doch fast alle Würfe aus dem Rückraum, waren drin. Teils genau im Knick. So kam Poon auf 14/6-Treffer und brachte ihr Team, unterbrochen von einem Treffer Leni Hermanns, im Alleingang vom 9:7 zum 17:11 auf die Siegerstraße.
Als die Gäste, die so nicht um einen Spitzenplatz mitspielen werden, in Minute 35 auf eine 5:1-Abwehr umstellten, sah sich Foede trotz Sechs-Tore-Führung zu einer frühen Auszeit in der 39. Minute gezwungen. Die Korrekturen fruchteten, Mira Dargel lief von Rechtsaußen oft als zweite Kreisläuferin ein, Cosma Griwodz spielte ab Minute 50 mit gutem Gefühl für den Raum und sicheren Pässen auf der Mitte.„Entscheidend war, dass wir 60 Minuten lang durchverteidigt haben. So wurde Ibbenbüren im Lauf der zweiten Halbzeit langsamer", sah Foede, wie sein Team die Angriffe der Gäste mit dem Innenblock Dargel/Carina Stuckstätte immer besser gestoppt bekam und mit Tempospiel erfolgreich war. „Das war alles noch nicht am Limit, aber es ist gut, dass wir jetzt die ersten Punkte haben", bilanzierte Foede.


