(Glocke 13.07.2026) 25:25-Test bekommt mit jeder Minute mehr Derbycharakter
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(Glocke 13.07.2026) 25:25-Test bekommt mit jeder Minute mehr Derbycharakter

Gütersloh-Isselhorst (zog). Kein Sieger, aber 50 Tore, an die 100 Zuschauer und neben einem äußerst wechselhaften Spielverlauf auch Leben, sprich Kommentare, und etwas Trommelei auf der Tribüne der Isselhorster Sporthalle. Das mit 25:25 (12:13) geendete Handball-Testspiel zwischen dem TV Isselhorst und dem TV Verl bekam zunehmend Derbycharakter, auch wenn beide Teams nach dem Abstieg der Verler eine Liga trennt.

Danach sah es allerdings in der Startphase überhaupt nicht aus. Da dominierten die in die Verbandsligastaffel 2 (mit Gegnern aus dem Ruhrgebiet und Münsterland) eingestuften Verler. Mit Neuzugang Felix Bahrenberg hatte das Team von Torben Gottsleben die im vergangenen Spieljahr so vermissten einfachen Rückraumtore. Dazu kam in Kombination mit einer guten Abwehr eine ebenfalls lang nicht gesehene Gefährlichkeit beim Gegenstoß - auch dank perfekter Pässe von Torwart-Neuzugang Felix Hendrich.

So führten die Gäste gegen das Oberligateam, das sich erst noch die müden Beine vom mit 37:27 erfolgreichen Samstagstest gegen Brockhagen herauslaufen musste, mit 8:3 (13. Minute) und 10:4 (20.). Zudem fehlten TVI-Trainer Stefan Hamsen mit Max Kollen-berg (Oberschenkelbeschwerden), Alexander Wiese (Urlaub), Felix Marquardt und ab der 6. Minute auch Marvin Gregor (umgeknickt) vier wichtige Spieler.

Mit guten Aktionen von Jonathan Tölke und mit drei blitzsauberen Kontern nach teils unnötigen Verler Ballverlusten meldete sich der TVI im Spiel an und übernahm mit Wiederanpfiff Führung und Initiative.

Gegen eine ihn nun offensiver attackierende Abwehr versuchte es Bahrenberg zu oft im Alleingang, sodass TVV-Trainer Torben Gottsleben auf den siebten Feldspieler um-stellte. Zweimal lag Verl mit drei Toren hinten (16:13, 20:17), kämpfte sich aber immer wieder heran, obwohl das Zusammenspiel mit beiden Kreisläufern noch nicht harmonierte und auch das Tor zweimal nicht früh genug wieder besetzt war.

Auf TVI-Seite zeigte der junge Laurin Borren mit Schnelligkeit und Zweikampfstärke sein Talent und sorgte obendrein für ein bisschen Aufregung auf der Tribüne. Denn ein paar Mal gingen Abwehraktionen in Richtung (gesenkter) Kopf oder Hals des 18-Jahri-gen. Am Ende waren beide Trainer mit den Leistungen nicht unzufrieden, beide hatten aber auch gesehen, was es zu verbessern gilt. Wie zum Beispiel das Kreisläuferspiel.