Handball: Die Oberliga-Frauen des TV Verl verlieren 23:30 gegen Everswinkel, legen nach einem Kopftreffer aber Protest gegen Wertung ein.

Von Uwe Kramme

Verl. In einer von Fehlwürfen und technischen Fehlern geprägten Partie, brauchten die Handballerinnen des TV Verl am Samstag eine erhebliche Leistungssteigerung nach der Pause, um der favorisierten DJK Everswinkel den erwarteten Sieg wenigstens noch schwer zu machen. „In der 1. Halbzeit sind wir nicht clever genug gewesen“, erklärte Simon Dreier die 23:30-Niederlage angesichts des 7:14-Pausenrückstandes gegen einen bis dahin körperlich und spielerisch deutlich überlegenen, jedoch Chancenwucher betreibenden Tabellenzweiten. „Aber Kompliment an meine Mannschaft“, fuhr der Verler Trainer fort. „Sie hat nie aufgegeben und ihre Sache nach den Wechsel deutlich besser gemacht.“

Und dann kam Dreier auf das für ihn Wesentliche an diesem 3. Spieltag in der Frauenhandball-Oberliga zu sprechen: „Deshalb wäre bei einer ordentlichen Schiedsrichterleistung für uns sogar ein Sieg möglich gewesen.“ Vor allem eine Szene hatte den Coach auf die Palme gebracht.

Deshalb legte er nach dem Schlusspfiff auch einen Protest gegen die Wertung der Partie ein.

Beim Spielstand von 15:21 (46.) wurde ein Gegenstoß der Gäste zwar wegen eines Schrittfehlers abgepfiffen, doch die betreffende Spielerin aus Everswinkel warf der Verler Torhüterin Ece-Nur Gencer den Ball noch an den Kopf. Die schlecht postierten Referees bekamen diese Aktion, die eine persönliche Strafe zur Folge hätte haben müssen, nicht mit. Sie unterbrachen den (danach mit einem Treffer abgeschlossenen) Verler Gegenangriff erst, als sie den wegen des nicht geahndeten Kopftreffers aufgebracht gestikulierenden und laut schimpfenden Dreier mit einer Zwei-Minuten-Strafe belegten. Die Partie wurde in Unterzahl für Verl beim Stande von 15:21 mit Ballbesitz für Everswinkel fortgesetzt.

Ob der TV Verl noch eine Chance gehabt hätte, die Partie bei einer anderen Entscheidung zu drehen? „Niemals“, fand Gästetrainer Frank Martens. „Warum denn nicht?“, glaubte Simon Dreier und verwies darauf, dass seine Truppe in ihrer besten Phase zum 19:23 (55.) und 20:24 (56.) verkürzt hatte.

Mitnehmen könne er auf jeden Fall, die positive Erkenntnis, dass seine jungen Spielerinnen aus der 27:40-Niederlage beim TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck eine Woche zuvor schnell gelernt hätten, erklärte Dreier und nannte Beispiele: „In der 1. Halbzeit sind wir viel zu nah auf diese robuste 6:0-Deckung der Everswinkelerinnen gegangen“, erklärte der Coach die magere Ausbeute von nur drei Treffern aus dem Spiel heraus und vier von der Marke.

„Nach dem Wechsel haben wir das wesentlich besser gemacht“, verwies Dreier auf die Treffer von den Außenpositionen und aus der zweiten Reihe. „Denn sie können doch werfen, auch wenn sie gegen Gegner wie Everswinkel körperlich deutlich unterlegen sind.“ Diesen Mut, den die Weitzel, Tenzler und Poons in dieser zweiten Halbzeit (endlich) aufbrachten, zeigten die Verlerinnen aber auch in der zunehmend offensiver und aggressiver agierenden Deckung. Damit erzwangen die Gastgeberinnen etliche Ballverluste der DJK Everswinkel. Hätte die erfahrene Truppe um Britta Stelthove nicht diesen Vierer-Lauf vom 24:20 zum 28:20 (58.) gehabt, und hätten sich die Verlerinnen nicht so viele einfache Ballverluste geleistet – wer weiß. „Zu viel ’hätte’, okay“, räumte Co-Trainer Lars Jogereit ein. „Aber das ist nun mal eine ganze junge Mannschaft, die macht Fehler und die darf auch noch Fehler machen“, ergänzte ihn Simon Dreier und freute sich auf die nächste Partie am Samstag bei der punktgleichen HSV Minden-Nord, einem Gegner auf der berühmten Augenhöhe.

TV Verl: Gencer, Tölke – Fortmeier (2), Hermann, Dargel, Weitzel (6/3), Brüning, Mersch, Olbina (3/2), Masur (2), Tenzler (4), Busert, Hölz, Poon (5/2), Pepping (1).

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