Verl (cas). Der humpelnde Hendryk Jänicke ist derzeit auf Krücken angewiesen, denn kürzlich hat er sich in einem Spiel für die dritte Mannschaft des TV Verl einen Außenbandriss zugezogen. Zumindest vorübergehend könnte auch sein Verein ins Humpeln geraten. Denn: Jänicke tritt nach dreieinhalb Jahren erfolgreicher Aufbauarbeit in Verl schon am 1. Dezember eine Vollzeitstelle als Landestrainer im Ressort Leistungssport/Lehre beim Handballverband Schleswig-Holstein an.

Die Entscheidung hat auch die zum Vorstand zählenden Uwe Weitzel und Jochen Kreft überrascht. „Das war für uns alle zunächst ein Schock. Doch so eine große Chance, wie Hendryk sie in seiner Heimat erhalten hat, bekommt man nicht alle Tage,“ zeigt das Führungsduo der Handballabteilung volles Verständnis für den bevorstehenden Wechsel des scheidenden Nachwuchskoordinators und Trainers (Oberligafrauen, weibliche A-Jugend).


Der 31-Jährige, der darüber hinaus das Athletiktraining der Verler Handballer koordiniert hat, hinterlässt eine große Lücke, die so schnell nicht zu schließen sein dürfte. „Es wäre schön, wenn wir bis Dezember einen Nachfolger finden könnten, wir strecken nach allen Richtungen unsere Fühler aus. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass wir bis zum Saisonende mit einer Interimslösung leben müssen“, wägt Jochen Kreft ab. Doch erst mal geht es noch weiter mit Jänicke.

Zum letzten Mal auf der Bank sitzen wird der gebürtige Flensburger am 27. November, im Oberliga-Heimspiel gegen den SC DJK Everswinkel. Wäre es nach seinem künftigen Arbeitgeber gegangen, hätte Hendryk Jänicke schon am 1. November seinen Dienst in der Geschäftsstelle Neumünster angetreten, aber das war ihm doch ein bisschen zu früh. „Ich habe einige schlaflose Nächte verbracht. Denn beim TV bilden wir ein großes Trainerteam, das sich nahezu blind versteht und zusammen einiges aufgebaut hat“, fällt dem B-Lizenzinhaber, der anpeilt in den nächsten Jahren die A-Lizenz zu machen der Abschied nicht leicht.

Nachdem alle Beteiligten darüber informiert waren, hatte Jänicke zu seiner großen Erleichterung festgestellt, dass keiner böse auf ihn ist. Im Landesverband Schleswig-Holstein löst der Noch-Verler Sven Rusbült ab, der bei Bundesligist HSV Hamburg den Posten des Nachwuchs-Koordinators übernommen hat. Jänicke soll sich im hohen Norden mit den Handball-Hochburgen, wie Kiel oder Flensburg in leitender Funktion um die Zusammenstellung der Jugend-Auswahlmannschaften kümmern.

Bei der Bewerbung des Trainers und Sportwissenschaftlers dürfte ihm auch der unter seine Regie gelungene Bundesligaaufstieg der Verler A-Jugend Pluspunkte gebracht haben – den würdigte der schleswig-holsteinische Landesverband ausführlich auf seiner Homepage. „Ich habe keine Sorge, dass es beim TV nun den Bach runtergeht. Schließlich wurde viel investiert“, hofft der 31-Jährige, dass die von ihm mitentwickelten, halbprofessionellen Strukturen erhalten bleiben. Eines ist bereits klar: Handballer Hendryk Jänicke wird große Fußabdrücke hinterlassen.

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