Hubertus Neuhaus folgt auf Sören Hohelüchter – zwei Mazedonier im Probetraining

Verl (WB). Über den Jahreswechsel hat sich beim Verbandsligisten TV Verl einiges getan. Mit Hubertus Neuhaus wurde nach WESTFALEN-BLATT-Informationen ein Nachfolger für den zurückgetretenen Sören Hohelüchter gefunden und zwei mazedonische Handballer sollen das Team verstärken – wenn auch wohl erst zur kommenden Saison.

»Er war schon zwei, drei Mal da und hat sich die Mannschaft auch am vergangenen Pokal-Wochenende angeschaut«, bestätigt Thomas Fröbel, gemeinsam mit Robert Voßhans noch Interimscoach der abstiegsbedrohten Verler Handballer, dass Hubertus Neuhaus kommen wird. Der erfahrene Coach, der Anfang der 2000er Jahre die Regionalligisten HSG Nordhorn II und zuvor den Ibbenbürener SV trainiert hatte, verbringt mittlerweile die Hälfte der Woche aus privaten Gründen in Verl. »Hubertus bringt das nötige Know-how mit«, ist sich Thomas Fröbel sicher, dass Neuhaus den Klub zum Klassenerhalt führen wird.

Angepeilt ist sein Trainerdebüt dem Vernehmen nach mit Beginn der Rückrunde, somit würden Fröbel/Voßhans die Mannschaft noch zweimal betreuen. 18 Einheiten konnten seit dem letzten Meisterschaftsspiel absolviert werden, obwohl die Verler Sporthalle in den Ferien zwei Wochen lang geschlossen war. Unter anderem krochen die Handballer bei einem »Bootcamp« durch den Schlamm. Im Hinblick auf die schwere Heimaufgabe am morgigen Samstagabend gegen den Tabellendritten SuS Oberaden (19 Uhr) gibt sich Fröbel optimistisch.

»Wenn wir unser Tempo hochhalten können, sind wir unberechenbar«, hofft der 28-Jährige, dass der TVV, gestützt auf eine starke Deckung in Verbindung mit Torhüter Patrick Schmidt, zu einfachen Toren kommen kann. Oberaden wird den Verlern körperlich überlegen sein, für die »Generalprobe« wählte der Verbandsligist daher ein Testspiel beim Oberligisten HSG Augustdorf/Hövelhof, das am Dienstag mit 22:28 verloren ging. »Wir haben aber gezeigt, dass wir mithalten können und lagen zur Pause mit drei Toren vorne«, war Thomas Fröbel vor allem mit den ersten 40 Minuten zufrieden.

Durch die Rückkehr von Thilo Vogler und Lars Jogereit verfügen die Verler jetzt wieder über einen stabilen Innenblock, weiter ausfallen werden Tim Reithage (Kniebeschwerden), Frederic Trapphoff (Verdacht auf Knochenhautentzündung am Schienbein) sowie Thomas Fröbel (Kreuzbandriss) selbst. Dessen berufliche Zukunft hat sich inzwischen geklärt, Fröbel wird nach Abschluss seines dualen Studiums bei der Firma Goldbeck am Standort in Ummeln bleiben. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass er auch dem TV Verl erhalten bleibt. »Momentan bekomme ich viele Anrufe und werde mir alles anhören. Allerdings weiß ich auch, was ich am TV Verl habe«, will Thomas Fröbel bereits Ende Januar/Anfang Februar eine Entscheidung fällen.

Sollte diese pro Verl ausfallen, dann könnte er in Zukunft möglicherweise mit zwei Handballern aus Mazedonien in einem Team spielen. Beide stellten sich Ende des vergangenen Jahres in einem Probetraining vor, sind aber noch bis Ende März als Saisonarbeiter im gastronomischen Bereich in Winterberg tätig. »Auch wenn sie ab und an noch mal zum Training vorbeischauen werden, sehe ich es als Projekt für die kommende Saison an«, geht Thomas Fröbel nicht davon aus, dass das Duo den TVV noch im laufenden Abstiegskampf verstärken wird.

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