Am Abgrund zur Landesliga – TSG darf weiter vom Aufstieg träumen

Harsewinkel(WB). Es könnte für längere Zeit das letzte Derby in der Handball-Verbandsliga zwischen der TSG Harsewinkel und dem TV Verl gewesen sein. Während sich die TSG nach dem 28:20 (16:11)-Heimerfolg weiter in Richtung Oberliga orientieren darf, muss der TVV den Abstieg in die Landesliga fürchten.

Neben der eigenen Niederlage drückt der Sieg von Konkurrent Porta Westfalica mächtig aufs Gemüt der Verler. Das rettende Ufer ist bereits drei Punkte entfernt. Immerhin bringt Hüllhorst eine 26:24-Führung in Oberaden nicht ins Ziel und unterliegt noch mit 26:27. Bereits ein Remis hätte der HSG gereicht, um den TVV auf den letzten Platz zu schicken.

Auf Seiten der Gäste gibt es vieles zu analysieren, entsprechend lange fällt nach der Partie das Gespräch zwischen Trainer Hubertus Neuhaus und Obmann Andreas Guntermann aus. »Punkt eins: Wir haben eine zu hohe Quote an individuellen Fehlern. Punkt zwei: ein Rückfall in immer die gleichen Fehler. Wir spielen ein Konzept, das nicht funktioniert«, fasst Neuhaus seine Eindrücke zusammen. Auf Nachfrage erklärt der 54-Jährige, dass Verler Spiel sei immer noch auf Fabian Raudies und Thomas Fröbel zugeschnitten. »Die sind aber nicht mehr da. Ich bin jedoch offenbar der einzige, der das Spielkonzept verändern will, auch wenn das während der laufenden Meisterschaft wahnsinnig schwierig ist. Wenn die Mannschaft aber so weiterspielen will, dann geht es schnurstracks in die Landesliga«, so Neuhaus.

Deutlich besser ist die Laune auf der anderen Seite: »Wir haben uns Chancen für 50 Tore herausgespielt. Aber der Arm war in einigen Phasen zu locker, da hat die Ernsthaftigkeit gefehlt«, sagt TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt.

Nach dem 3:1 (5.) schleicht sich bei den Harsewinkelern früh der Schlendrian ein, während die Verler in ihrer besten Phase die Angriffe konsequent zu Ende spielen und die Partie in eine eigene 5:3-Führung (8.) drehen. Das Derby bleibt bis zum 10:10 (18.) offen, ehe die Hausherren ein erstes Mal anziehen und zu einer 16:11-Pausenführung kommen.

Nach dem Seitenwechsel nimmt Albert Kreismann den bis dahin überragenden Florian Bröskamp (sechs Tore) kurz und zieht dem Harsewinkeler Angriffsspiel den Stecker. Der TVV kommt zu zahlreichen Ballgewinnen, kann diese mangels Tempo aber nicht zu Gegenstößen nutzen. Das Niveau sackt insgesamt nun drastisch ab, die ersten 18 Minuten entscheiden die Verler mit 5:3 (!) für sich und sind beim 19:16 noch in der Partie. Dann aber vernagelt Alexander Kaup seinen Kasten. »Alex ist unser Derbyheld. Er hat sich in einen Rausch gespielt. Das hat ihm aber auch die starke Abwehr ermöglicht«, jubelt Manuel Mühlbrandt. Sein Team eilt dank Jonas Kalter und des bis dahin nicht stattfindenden Kapitäns Sven Bröskamp auf 27:18 (57.) davon.

Während die TSG als Tabellendritter (22:12 Punkte) dem Gipfeltreffen beim nicht aufstiegsberechtigten Spitzenreiter LIT Tribe Germania II (28:8) am kommenden Samstag entgegenfiebert und am anschließenden Dienstag den Verbandsliga-Zweiten SuS Oberaden (23:11) empfängt, wird der Druck auf den TV Verl immer größer.

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