Von STEFAN HERZOG

Verl (gl). Nach fast einem Jahr Coronapause ist schon Außergewöhnliches nötig, um für Begeisterung zu sorgen. So wie bei der Aktion, von der die beiden Verler Handballtrainer Hendryk Jänicke und Ruben Voßhans berichten. Diese startet mit einer Anfrage über Infos zu einem künftigen Gegner und endet mit einem Videolob des Frauen-Bundestrainers Henk Groener. „Daran merkt man, dass wir alle eine Handballfamilie sind“, sagt Voßhans.

Dazwischen liegen für die A-Jugendhandballerinnen des TV Verl einige tausend Liegestütze, Situps und ähnliche Fitnessübungen, aber auch gemalte Bilder, Gesangsbeiträge und Gedichte.

Weil der Berliner TSC in der A-Jugend-Bundesliga gegen den HSV Minden-Nord spielen musste, gegen den das Verler Team in der Quali angetreten war, entwickelte sich ein Kontakt, der im März in der Anfrage der Berlinerinnen mündete, ob das weibliche A-Jugendteam an einer vom TSC initiierten „Lockdown-Olympiade“ teilnehmen würde.



Und die Verlerinnen wollten, obwohl der Zeitpunkt wegen der Abiturprüfungen nicht der glücklichste war. Fortan gab es im zweiwöchigen virtuellen Wettstreit mit TSC Berlin, BSV Magdeburg, TV Trebur I und II, Oranienburger HC und HS Flensburg tägliche Herausforderungen in den Bereichen Ausdauer und Kraft. Die dokumentierten Leistungen wurden in Punkte umgewandelt.

Dazu kamen montags und donnerstags gemeinsame Online-Trainings (Kickboxing, Crossfit, Tanz sowie Mobility-Stretching). Diese wurden begleitet von Live-Challenges wie „Wer hält die Wasserflasche am längsten mit ausgestrecktem Arm?“ – Die Antwort fiel erst nach 90 Minuten.
„In der ersten Woche waren wir ganz vorn dabei, dann wurden einige durch das Abi ausgebremst. Daraufhin ist innerhalb der Mannschaft viel passiert, da haben Mitspielerinnen weit mehr als 100 zusätzliche Liegestütze gemacht“, war Ruben Voßhans begeistert von der Dynamik und neu geweckten Motivation durch den einzigartigen Wettbewerb. In der Endwertung belegte Verl mit 315 Punkten Rang drei hinter Oranienburg (323) und dem Initiator TSC (341). „Noch wichtiger war, dass der Zusammenhalt und Spirit, der uns im Abenteuer Bundesliga ausgezeichnet hat, ganz schnell wieder da war“, schwärmte Voßhans.

Und als der Verler mit guten DHB-Kontakten davon beim Frauen-Länderspiel gegen Portugal in Hamm dem deutschen Nationtrainer Groener berichtete, schickte der sogleich einen mit Co-Trainer und Nationalspielerinnen gestalteten Videogruß an die Teilnehmerinnen. Wohl die beste Motivation für die hoffentlich letzten Wochen ohne gemeinsames Hallentraining.

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