Verl (zog). Für den TV Verl, aktuelles Schlusslicht in der Handball-Oberliga, sind noch zehn Spiele zu spielen. Bei 20 zu vergebenen Punkten von einer Vorentscheidung im Abstiegskampf zu sprechen, wäre ein Regal zu hoch gegriffen. Aber sehr bedeutsam ist die Sonntagspartie für das Team von Trainer Robert Voßhans allemal. Denn es geht zum nur einen Zähler besseren Vorletzten RSV Altenbögge-Bönen.
Und die Abstiegsregelung lautet bei einem Absteiger aus der dritten Liga 1,5. Heißt, dass die beiden Vorletzten der Oberligastaffeln ein Relegationsspiel um den dritten Absteiger bestreiten. Der drittletzte und Stand jetzt sichere Nicht-Abstiegsplatz ist durch die drei Siege in Serie des SuS Oberaden bereits sechs Punkte entfernt. Somit geht es im Duell der beiden Kellerkinder für die Verler erstmal darum, nicht entscheidend zurückzufallen.
„Es ist absolut wichtig, dieses Spiel zu gewinnen. Die Jungs können ja auch alle die Tabelle lesen", fasst Voßhans zusammen. Der Trainer sieht sein Team gut gewappnet. Denn die Trainingsbeteiligung war in den vergangenen zwei Wochen endlich wieder so, wie sie sein soll.
„Bei 14 bis 16 Leuten konnten wir Abläufe festigen. Es war gut, wieder sechs gegen sechs zu spielen", wird Voßhans eventuell sogar einen Spieler aus dem Kader streichen müssen, weil nur 14 eingetragen werden können.
„Schon das hat zu einem ganz anderen Konkurrenzkampf geführt, wenn alle wissen, dass eventuell einer zu Hause bleiben muss." Das Hinspiel gewann Verl 30:27. „Dass wir auch in Bönen gewinnen können, steht für mich außer Frage. Aber aktuell fehlen uns das Selbstverständnis und auch der Spielwitz im Vergleich zu Teams, die gesichert im Mittelfeld stehen", so Voßhans. Wichtig sei deshalb, die Nerven zu behalten. So hofft der Trainer, dass seine Führungsspieler Thilo Vogler, Lars Jogereit und Mathis Griese vorangehen und dem Rest der Mannschaft Sicherheit geben.
Die rote Laterne beim Gastgeber zu lassen, ist die Hauptaufgabe. Dass die Mannschaft beim Abstieg auseinanderfallt, befürchtet Voßhans nicht. „Wir haben die drei Abgänge Frederic Trapphoff, Mathis Griese und Julian Schüpping. Der Rest hat zugesagt und bleibt." Bei Kreisläufer Johannes Dorow steht nach abgeschlossener Polizei-Ausbildung noch das Fragezeichen, wo er dann eingesetzt wird.


