Verl (zog) „Das waren mit die schlechtesten 30 Minuten der Saison", vermisste Matthias Foede bis zur Pause des Auswärtsspiels beim SC Greven am späten Samstagabend den „Spirit, der sonst alle von mir trainierten Mannschaften auszeichnet" Ohne Zweikampfverhalten, ohne Esprit in Angriff und Abwehr lag Frauenhandball-Oberligist TV Verl zur Pause deshalb mit 9:16 in Rückstand. Damit war die 24:27-Niederlage auch mit einem guten Schlussspurt nicht mehr abzuwenden. „Als wir zur zweiten Halbzeit aus der Kabine kamen, war alles auf einmal da. Aber wir sind keine Mannschaft, der gute 30 Minuten reicht. Wir müssen 60 Minuten lang ans Limit gehen." So war zwar zu sehen, dass das Verler Team die Chance auf zählbare Belohnung für die lange Auswärtsfahrt ins Münsterland gehabt hatte. Doch die Hypothek des ersten Durchgangs war zu hoch.
Bemerkenswert verlief die Schlussphase, denn Greven erzielte in der 51. Minute den letzten Treffer zum 27:17 und ermöglichte so den Verlerinnen noch ordentlich Ergebniskosmetik mit sieben Treffern in Folge. Positiv war, dass mit Nele Fortmeier und Olivia Mensch zwei Spielerinnen nach Verletzung ihre ersten Einsatzminuten im Jahr 2025 bekamen. „Da besteht viel Hoffnung, dass sie sich bald in den Kader hineinspielen", so Foede.
Aus der „kalten Hose", weil erkältungsbedingt ohne Training, mussten drei weitere Spielerinnen auf die Platte. „Aber das ist keine Entschuldigung, ich konnte bei elf Feldspielerinnen genügend wechseln", sagte Foede und schob ein Lob für den Gegner hinterher: „Die haben sich im Laufe der Saison super entwickelt."
TVV: Gencer/Salin - Fortmeier (2), Hermann (2), Mersch (1), Foede, Voss, Busert (4), Brinkschnieder (2), Hölz (2), Pepping (1), Meierfrankenfeld (3), Scheck (7/5)


