Verl (zog). Der Rahmen war bereitet für einen schönen Jahresabschluss.
Mit Spielen in zwei Hallen, entsprechend vielen Besuchern, mit Pommeswagen und Glühweinstand vor der Halle, mit live von der Tribüne gespielter Tor- und Auszeitmusik des Jugendmusikkorps Avenwedde und vielen großen und kleinen Dingen mehr zelebrierte die Verler Handballabteilung den letzten Spieltag vor Weihnachten.
Die gute Laune drumherum passte aber nicht zum Spiel des Frauen-Oberligateams und zum Fazit von TV Verls Trainer Matthias Foede. „Bei uns ist der Wurm drin, und das brauchen wir gar nicht schön zu reden", sagte er nach der 20:21 (11:12)-Niederlage gegen Kreiskonkurrent HSG Union Halle. Da tröstete auch das rote, mit Vereinslogo bedruckte Handtuch nicht, das der Trainer wie alle großen und kleinen Aktiven vom Nikolaus oder dessen Vertreter und Abteilungsvorstand Jochen Kreft erhalten hatte. Das torarme Ergebnis zeigt, wo das größte Manko lag, nämlich im Angriff.
„Von acht Rückraumspielerinnen war nicht eine in der Lage, etwas Sinnstiftendes aufs Feld zu bekommen", sagte Foede, der nach 17 Minuten die Auszeit nahm, als das Team mit 4:8 zurücklag. Mit den A-Jugendlichen Melina Voss und Cosma Griwodz kam Verl auf 8:9 heran und ging mit drei Toren nach Wiederanpfiff sogar mit 14:12 in Führung. Eine Wende zum Guten war das aber nicht, denn die Angreiferinnen vergaben beste Chancen, unter anderem zwei Siebenmeter in fünf Minuten. Der erst im dritten Versuch geglückte Uberzahltreffer von Olivia Mersch zum 15:14 war die letzte Verler Führung, Auch ein Wechselfehler (Foede: „Geht auf meine Kappe*) zu einer 5:7-Unterzahl trug dazu bei, dass Halle Oberwasser bekam.
Die Abwehr stand solide, Henrike Salin und auch die für Ece Gencer (Familienfeier) aushelfende A-Jugendliche Mia Schierz im Tor zeigten ordentliche Leistungen, doch für einen Punkt reichte das nicht. Nichts ist selbstverständlich, auch nicht Dinge, die erledigt schienen. Die Vorbereitung wirkt nach. Geredet haben wir darüber genug. Jetzt müssen die Mädels mal Dinge tun, die sie nur selbst beeinflussen können", lautet Foedes Ansage vor der letzten Trainingseinheit. Dann ist Pause bis zum Kreispokal.


