Verl (zog). Am Sonntag tritt Handball-Oberligist TV Verl zum ungleichen Duell Spitzenreiter gegen Schlusslicht bei der TSG Altenhagen-Heepen II an. Es ist das zweite von den drei aufeinanderfolgenden Februar-Spielen gegen die Top-Drei der Liga. Auf den ersten Blick deshalb ein eher leichtes Spiel, zumal mit Jens Bechtloff der letzte der nachverpflichteten Spieler erstmals eingesetzt werden darf?
Eher nicht, denn erstens laufen dem Schlusslicht bei nur drei Zählern die Spiele davon, zweitens ist so eine Klatsche wie zuletzt das 13:23 gegen den Dritten Mennighüffen alles andere als gut für Moral und den Glauben, noch eine erfolgreiche Aufholjagd starten zu können - trotz Bechtloff, Paul Freier, Philipp Eliasmöller und Johannes Dorow.
Das weiß auch Trainer Torben Gottsleben, dem die Pleite der Vorwoche („peinlich berührt") noch in den Knochen steckte: „Wir dürfen in Heepen nicht mit 17:45 abgeschlachtet werden. Mehr als 20 Tore und eine vernünftige Leistung sollten es schon sein." Dass der nach Vertragsende aus dem Drittligateam der TSG Altenhagen gekommene, 39-jährige Routinier Bechtloff nun ausgerechnet gegen die auch im Februar noch verlustpunktfreie zweite Mannschaft seines bisherigen Vereins startet, passt irgendwie ins Bild. „Man merkt seine Qualität in jeder Aktion, er nimmt auch den ein oder anderen Jüngeren an die Hand.
Und fit ist er auch. Aber drei Spieler gewinnen kein Spiel, zu einem Sieg gehören sieben Handballer", sagt Gottsleben. „Und die übrigen Spieler sollen ja beflügelt werden und einen Schub bekommen und nicht denken, die Neuen machen das schon", ergänzt der Trainer. Angeschlagen sind Thilo Vogler und Paul Freier (Schulter).


