(Glocke 09.03.2026) TV Verl führt nach 17 Minuten mit 15:0
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(Glocke 09.03.2026) TV Verl führt nach 17 Minuten mit 15:0

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Für alle, die am Samstagabend nicht unter den etwa 90 Tribünengästen in der Verler Dreifachhalle waren und sich im Handballportal über die Frauen-Oberligapartie informiert haben: Nein, der Liveticker von hanball.net hatte keinen Defekt und wurde auch nicht von Hackern manipuliert.

Die Führung des Tabellendritten TV Verl im Kreisduell mit der SpVg Hesselteich-Siedinghausen betrug nach 17 Spielminuten tatsächlich 15:0, erst in der 19. Minute erzielten die Gäste ihr erstes Tor zum 15:1, die Entscheidung über die Partie mit dem ebenso beeindruckenden Pausenstand von 20:6 und dem Endergebnis von 35:20 war da längst gefallen.

Mit zwei frühen Auszeiten in der 8. und 12. Minute hatte Gästetrainer Lars Ziepelmeyer erfolglos versucht, Einfluss auf seine zunehmend konsterniert auftretende Mannschaft zu nehmen. Es war von den Verlerinnen eine beeindruckende Leistung im Zusammenspiel einer aggressiven, hervorragend verschiebenden Abwehr vor einer klasse haltenden Torfrau Ece Gencer plus einem starken Tempospiel.

Die Gastgeberinnen trafen auch im Positionsangriff fast wie sie wollten, und Tessa Korek verwandelte alle vier bis zur 11. Minute gepfiffenen Siebenmeter. Dabei standen nur zwei regelmäßig auf Außen eingesetzten Spielerinnen (Leni Herrmann und Olivia Mersch) zur Verfügung, andere waren noch angeschlagen. Doch ganz gleich, wie Trainer Matthias Foede wechselte, es gab keinen Bruch im Spiel, die Leistungskurse blieb am oberen Limit.

So bewertete der Trainer in seiner Analyse auch die Leistung im zweiten Durchgang mindestens so positiv wie die im ersten, als auch die Verler Zuschauer zum ersten Gastetor applaudierten und sich ansonsten vor allem die Augen rieben. Wenn mir das vorher einer gesagt hätte. Denn die Trainingswoche war nicht einfach. Doch dann haben alle von A bis Z das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sprach Foede von einer hochkonzentrierten Mannschaftsleistung.

„Egal, wie gewechselt wurde, sind wir immer im System geblieben und haben die Ordnung gehalten", führte der Trainer aus. So hielt auch die im zweiten Durchgang eingewechselte Torfrau Henrike Salin gleich mal zwei Siebenmeter und war bei Gegenstößen auf dem Posten. Im Angriff hatten wir die nötige Tiefe. Und wenn sie mit diesem Tempo kommt, dann hat die Mannschaft hohe Qualität", unterstrich Foede, was der Liveticker anzeigte und die Live-Zuschauer, darunter einige vom Tabellenzweiten Petershagen-Lahde, in Erstaunen versetzte.

TV Verl: Gencer/Salin - Fortmeier (2), Hermann (4), Dargel (2), Griwodz (6), Mersch (2), Foede, Korek (9/5), Brüntrup (2), Stuckstätte, Poon (2), Pepping (6)