Senden/Verl (zog). Jetzt hat der Rechenschieber endgültig ausgedient. Nach der 38:39 (17:29)-Auswärtsniederlage beim ASV Senden, „einem Spiegelbild der Saison", so Trainer Torben Gottsleben, ist der TV Verl aus der Handball-Oberliga abgestiegen. Denn bei fünf Punkten Rückstand auf Kreisnachbar Steinhagen ist der drittletzte Relegations-Tabellenplatz in zwei verbliebenen Saisonspielen nicht mehr erreichbar.
Spiegelbildlich für die Spielzeit mit aktuell sieben Pluspunkten ist auch die Tatsache, dass gestern selbst 38 Auswärtstore nicht mal zu einem Punkt reichten. Irgendwie ging immer etwas schief, wie bei den Verletzungen von Philipp Eliasmöller und Paul Freier von zwei der drei hochkarätigen Nachverpflichtungen. Diesmal funktionierte die Offensive, dafür reichte es in der Defensive gestern im Münsterland nicht. „Wir haben im Innenblock keinen Zugriff bekommen. Und weil dann viele Würfe frei aus sechs, sieben Metern aufs Tor kamen, fanden auch die Hüter nicht zu ihrer Leistung", sagte Gottsleben.
Weil sie nach Gegentoren immer blitzschnell vorne waren, erwischten die Gastgeber die Verller Deckung oft noch unsortiert. Auch den Wechsel nach den Angriffen im Sieben gegen Sechs nutzte Senden mit seinem Tempo gut aus. „Das machen sie sehr clever mit guten Abschlüssen", sagte Gottsleben.
Zu den positiven Aspekten zählte die Angriffsleistung, bei der Linkshänder Simon Hartkämper mit elf Treffern herausragte. Als die Partie mit immer wieder knappen Spielständen ab der 54. Minute beim 36:30 klar in Richtung des Gegners zu kippen schien, kämpften sich die Verler noch einmal bis auf 38:37 und 39:38 zurück. Zu einem in der Tabelle ablesbaren Erfolgserlebnis reichte es dennoch wieder nicht. Eben ein Spiegelbild vieler Begegnungen zuvor.


