Verl (cas). Als Margret Pollmeier vor 21 Jahren im Vorstand debütierte, zählte der TV Verl noch 3500 Mitglieder. Auch in den Jahren danach blieb die beeindruckende Zahl stabil, abgesehen von kleineren Schwankungen nach unten. Doch jetzt hat es einen fast schon dramatischen Absturz gegeben: Nachdem die Mitgliederzahl Ende 2020 erstmals unter 3000 (2900) geschrumpft war, muss der TVV mit aktuell nur noch 2700 „Turnern“ einen weiteren Verlust verkraften.

„Das ist ein Rückgang von 8,4 Prozent. Dennoch sind wir weiterhin der größte Sportverein im Kreis“, erläuterte der für die Finanzen zuständige Matthias Kordtokrax auf der Jahreshauptversammlung, die am Mittwoch ausnahmsweise im kleineren Rahmen stattfand.

„Ein Verein definiert sich nicht über Wachstum, sondern über Qualität. So bieten wir auch für Nicht-Mitglieder immer mehr Kurse im Freizeit-, Breiten- und Rehasport an, die zu unserer Freude sehr gut angenommen werden“, sieht Margret Pollmeier auf Nachfrage dieser Zeitung den TVV trotz des hauptsächlich corona-bedingten Mitgliederschwunds gut aufgestellt.

Dennoch, so räumt die pensionierte Pädagogin ein, müsse man dem Rückgang entgegensteuern. „Wir möchten natürlich wieder in den 3000er-Bereich kommen, doch 3500 werden wir nie mehr haben. Die Zeiten haben sich halt geändert“, schätzt Pollmeier die Situation realistisch und zugleich gelassen ein.

Auch die wirtschaftlichen Zahlen haben sich geändert: 2020 verzeichnete „Der Verein für die ganze Familie“ ein Plus von 60 000 Euro, das vor allem auf den wegen Corona stark eingeschränkten Spiel- und Trainingsbetrieb zurückzuführen ist. Voraussichtlich wird der TV Verl auch 2021 mit einem kleinen Überschuss (15 000 Euro) abschließen. Die Prognose für das wahrscheinlich wieder im Vollbetrieb laufende Sportjahr 2022 – dann feiert der TV seinen 110. Geburtstag – sieht indes nicht so erfreulich aus: Matthias Kordtokrax kalkuliert aufgrund der höheren Ausgaben (545 000 Euro) mit einem Minus von 50 000 Euro. Dies ist allerdings eine unverbindliche Hochrechnung, die auch positive Korrekturen nicht ausschließt.

Fakt ist dagegen, dass der TV Verl das Stop-and-go-Sportjahr 2020 mit längeren Zwangspausen gut geschultert hat. „Wir sind froh, dass wir die Durststrecke einigermaßen positiv überstanden haben“, sagte Pollmeier in der Mensa der Gesamtschule, die kurzfristig statt der Sporthalle zum Versammlungsort bestimmt worden war. An der Versammlung nahm auch der Ehrenvorsitzender Werner Feige teil. Viel Arbeit hatte der frühere „Finanzminister“ nicht, er musste nur die Entlastung des geschäftsführenden Vorstands verkünden.

Zur Mannschaft des Jahres wurde die weibliche A-Jugend gekürt: Maja Kraft überreichte den jungen Frauen neben einem großen Pokal auch Blumen und Stretchbänder – diesmal die einzige Ehrung. „Die obligatorische Auszeichnung unserer treuesten Mitglieder werden wir zu einem anderen Zeitpunkt durchführen“, versprach Margret Pollmeier.

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