Bergischer HC siegt knapp – Geht der Salming-Cup 2019 auf Tour?

Verl(WB). Im Vorjahr kämpfte ein Bundesliga-Duo im Finale des Salming-Cups um den Pokal. Diesmal sind es zwei Zweitligisten: In einem spannenden und phasenweise erstligareifen Endspiel behält der Bergische HC mit 32:30 (15:19) die Oberhand gegen den Ligarivalen TV Emsdetten.

»Wir haben insgesamt eine überragende Leistung gebracht«, lobt Holger Krimphove, der Co-Trainer des TVE, seine nur im Mittelfeld der 2. Liga rangierende Truppe mit einem bärenstarken Konstantin Madert im Tor. »Wenn es hier einen Preis für den besten Keeper gäbe, hätte ihn Konstantin verdient«, steht Hallensprecher Thorsten Nöthling mit seiner hohen Meinung über den Ex-Verler nicht allein da. Ärgerlich für Madert und Co.: Schon nach sieben Minuten scheidet mit Georg Pöhle einer der Emsdettener Leistungsträger verletzt aus. Verdacht auf Mittelfußbruch! »Das trifft uns härter als die etwas unglückliche Niederlage«, stöhnt Krimphove.


Der Bergische HC, für viele Experten eigentlich ein Erstligist, holt den Salming-Pott und die damit verbundene Prämie von 1500 Euro auch ohne seine zwei schwedischen Nationalspieler, die gestern im EM-Finale gegen Spanien stehen. »Heute sind wir alle Schweden-Fans«, schmunzelt Sebastian Hinze, der BHC-Coach, bevor er sich später vor den Fernseher setzt, um das Endspiel zu verfolgen. Vorher gibt Hinze noch eine Cup-Bewertung ab: »Das Turnier stand auf sehr hohem Niveau, wenngleich man am Schlusstag allen Mannschaften schon eine Müdigkeit angemerkt hat.«

Hohes Niveau präsentiert auch der TVV als Veranstalter – es gibt wahre Lobeshymnen von den Gästen. »Ein klasse Teilnehmerfeld und eine klasse Organisation. So ein Vorbereitungsturnier würde ich mir auch mal bei uns im Norden wünschen«, sagt Torge Greve, der Trainer des Zweitligisten VfL Lübeck-Schwartau.

Mit rund 2000 Besuchern ist auch die Kulisse ansehnlich gewesen. Einen Gewinn indes kann der TVV mit seinem Event kaum machen. »Uns reicht es aber schon, wenn wir den Cup mit einer schwarzen Null abschließen und die Sponsoren zufrieden sind. Ihr Feedback ist wieder positiv«, freut’s Cheforganisator Andreas Guntermann, dem bereits die Anfrage eines dänischen Klubs für die dritte Auflage vorliegt. Das Handball-Festival sei auch ein Imagegewinn für die Stadt Verl, meint Salming-Berater Thomas Berg. Vielleicht 2019 auch für andere Städte: Es bestehen Überlegungen, die vier Spiele des ersten Tags jeweils in Hallen im Umkreis auszutragen. Geht der Salming-Cup demnächst auf Tour?



Versöhnlicher Abschluss

Lemgo und Lübbecke gewinnen wenigstens ihr letztes Spiel

Verl (cas). Eigentlich sollte es im Match um Platz drei des Sportlife-Cups zu einem Duell der ostwestfälischen Bundesligisten TBV Lemgo und TuS N-Lübbecke kommen. Und für das Finale war planmäßig das Kräftemessen zwischen den beiden schwedischen Erstligisten Redbergslids IK und Hammarby IF HF vorgsehen.

Doch auf Wunsch der Schweden wurden die Gegner jeweils kurzfristig gewechselt. »Das wollten unsere Gäste so, weil sie in ihrer Heimatliga schon so oft gegeneinander spielen. Das bringt Redbergslids zudem den Vorteil, die weite Heimreise im Bus früher antreten zu können«, erklärt Andreas Guntermann, der Turnier-Cheforganisator. Hammarby hat es nicht so eilig: Erst heute fliegt die Truppe wieder zurück nach Skandinavien.

Aufgrund des Blitztausches rückt der TBV (mit Jari Lemke, Bruder des Nationalspielers Finn Lemke) in den am Nachmittag stattfindenden Salming-Cup auf, wo es in der Partie um Platz drei gegen Hammarby einen 33:25-Sieg für die Lipper gibt. »Mir ist es völlig wurscht, gegen wen wir antreten müssen«, zählt für Florian Kehrmann, Lemgos Trainer, in erster Linie der Vorbereitungs-Aspekt. Gegen Hammarby habe seine Truppe nach zwei Schlappen gegen Zweitligisten eine »Trotzreaktion« gezeigt. Und TBV-Kreisläufer Christoph Theuerkauf stellt fest: »Nach der miserablen Leistung gegen Emsdetten wenigstens ein versöhnlicher Abschluss für uns.« Ex-Weltmeister Kehrmann möchte auch im nächsten Jahr nach Verl willkommen. Der Coach: »Denn die Qualität dieses Events ist noch besser geworden und daher optimal als Vorbereitung.«

Sein Lübbecker Kollege Aaron Ziercke muss am Sonntag etwas früher aufstehen, weil die mit 31:24 gewonnene Partie gegen Redbergslids – der einzige Sieg des TuS – schon um 11 Uhr angepfiffen wird. »Das war ein Charaktertest für unsere Jungs, die gern eine Stunde länger geschlafen hätten«, sagt der TuS-Coach lächelnd. Der erst vor Kurzem verpflichtete Dener Jaanimaa deutete schon in Verl sein Können an. »Er wird uns im Abstiegskampf sicherlich weiterhelfen können«, setzt Ziercke auf den Neuzugang.




Am Rande der Bande

Verler Waschdienst

Besonderer Service für die Mannschaft von MT Melsungen: Weil in ihrem Hotel kein Waschdienst zur Verfügung stand, übernahmen die Reinigung zwei Verler. Während Heidrun Büteröwe die Handtücher der MT-Akteure in ihre Waschmaschine steckte, kümmerte sich ihr in der Organisation mithelfender Sohn Joachim Schneekloth um die zwei Garnituren der Gäste. Als Dankeschön erhielt Schneekloth das Trikot des Melsungers Michel Müller inklusive Autogramm: »Das rahme ich ein und hänge es in die Halle.«

TBV mit Guardiola

Auch der TBV Lemgo hat einen Guardiola in seinen Reihen: Der Spanier Isaías Guardiola ist aber nicht verwandt mit dem Fußball-Star-Trainer. Kurios: Als Lemgos »Pep« zu den Lippern wechselte, wurde er anfangs bei Auswärtsspielen von einigen Hallensprechern fälscherlicher weise als »Pep Guardiolas Bruder« angekündigt. In Verl aber nicht.

Der Spruch zum Schluss

»Redbergslids Handballer rennen wie die Bekloppten.« (Emsdettens Coach Holger Krimphove schmunzelnd).

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