Handball: Lutz Wilhelm hadert nach der knappen Halbfinalniederlage seiner TSG Harsewinkel. Für Simon Dreier und seinen TV Verl ist sogar schon nach der Vorrunde Schluss.

Versmold (dh). Sie waren dicht dran, am Ende aber hat es für die Handballerinnen der TSG Harsewinkel nicht zum Einzug ins Finale gereicht. Im Halbfinale unterlag der Landesligist dem Verbandsligisten HSG Werther/Borgholzhausen mit 10:12. „Es kotzt mich richtig an. Wir verschlafen den Anfang, kämpfen uns dann heran, belohnen uns aber nicht“, ärgerte sich TSG-Trainer Lutz Wilhelm.

Nach einem 2:7-Rückstand hatte die TSG fünf Minuten vor Schluss zum 9:9 ausgeglichen. „Anstatt dann in Führung zu gehen, erlauben wir uns zwei Fehlwürfe und kassieren zwei Gegenstöße“, haderte Lutz Wilhelm, der Konzentrationsmängel monierte. „Wenn so eine Konstellation da ist, dann sollte man auch das Finale mitnehmen.“

Im Spiel um Platz drei gegen die SpVg. Hesselteich-Siedinghausen „haben wir uns dann richtig stark verkauft“, gab der Harsewinkeler Coach nach dem 11:15 (5:7) zu Protokoll. Sabrina Laumann erzielte dabei acht Tore. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, lobte Lutz Wilhelm trotz der Niederlage gegen den Verbandsligisten. Am Sonntag war die TSG Harsewinkel nur mit neun Spielerinnen nach Versmold gereist, nachdem sich Laura Studt eine Halswirbelverletzung zugezogen hatte.

Für den hoch gehandelten Verbandsligisten TV Verl war bereits am Samstag nach der Vorrunde Schluss. Einem 9:9 gegen die TSG Harsewinkel folgte ein 13:5 über die Sportfreunde Loxten. Das reichte nicht, weil Harsewinkel anschließend Loxten mit 15:7 schlug. Das bessere Torverhältnis bescherte der TSG den Einzug ins Halbfinale. „Schade, denn gegen Werther/Borgholzhausen hätten wir eine gute Chance auf den Einzug ins Finale gehabt und hätten auch den Titel mitnehmen können. Aber so, wie wir aufgetreten sind, haben wir es auch nicht verdient“, sagte TVV-Trainer Simon Dreier, der ziemlich angefressen war. „Im ersten Spiel passte die Leistung fünf Minuten. Danach war es von der Einstellung zu wenig, die Mannschaft hat nicht gebrannt“, kritisierte der Coach.

„Gegen Loxten steht es dann trotz einiger gut herausgespielter Chancen nach sechs Minuten immer noch 0:0. Immerhin hat sich die Mannschaft dann noch reingefuchst. Der Pokalauftritt war ein Spiegelbild unserer Saison. Wir schaffen es einfach nicht, konstant unsere Leistung abzurufen. Ich bin enttäuscht, dass wir das nicht umgesetzt bekommen“, so Dreier, dem bis zum Meisterschaftsstart in der Verbandsliga am 20. Januar gegen Union Halle noch viel Arbeit sieht. „Dann müssen wir eine ganze Schüppe drauflegen.“

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