Verl (man). Für das auf sechs Positionen verjüngte Frauenteam des TV Verl geht es in der bevorstehenden Saison der Handball-Oberliga ausschließlich um den Klassenerhalt. Mit dem Abgang der drei erfahrenen Spielerinnen Theresa Hayn, Sabrina Zimmermann und Mareen Stüker fehlen der Mannschaft drei Führungskräfte, die in entscheidenden Situationen Verantwortung übernehmen können. Die lastet nun umso mehr auf den Schultern der regionalliga-erfahrenen Rückraumspielerin Josefine Löbig.

Zudem hat es das Auftakt-Programm in sich. Zum Saisonstart muss Trainer Hendryk Jänicke mit seinem Team beim Titelanwärter Recklinghausen antreten. Danach kommt der starke Aufsteiger HTC Bad Salzuflen nach Verl und anschließend geht es zu TuRa Bergkamen. „Die drei Spiele haben es in sich“, erklärt Jänicke und hofft insgeheim nicht auf einen kompletten Fehlstart seines Teams.

Von unserem Redaktionsmitglied
Stefan Herzog

Verl (gl). Ein Torwart muss erstens schon ein wenig bekloppt sein und ein vor Selbstvertrauen strotzender Egomane noch dazu. Was man oft den Fußball-Schlussmännern nachsagt (Toni Schumacher, Jens Lehmann und Olli Kahn lassen grüßen), trifft genauso auf den Handball zu. Kann zutreffen, muss aber nicht. Denn Mareen Stüker, die nach 23 aktiven Jahren zum Ende dieser Saison das Tor des Oberligisten des TV Verl verlassen und ihre Laufbahn beendet hat, ist eine eher zurückhaltende, selbstkritische und aufs Team bedachte Torfrau – die dennoch erfolgreich war und sieben Jahre in der dritthöchsten Liga und ansonsten in der Oberliga gespielt hat.

Schon die Frage nach dem „Warum ins Tor?“ zeigt viel über die bescheidene, zumeist kritische Selbsteinschätzung der 33-Jährigen: „Ich war im Feld ziemlich talentfrei. Und als die Torfrau mal nicht da war, bin ich rein. Das hat dann besser geklappt, als viele erwartet haben.“ Obwohl sie zu ihren sportlichen Anfängen als rhythmische Sportgymnastin nicht mit Gelenkigkeit glänzte, blieb Stüker im Tor und schaffte später auch den Spagat, den ihr bei der RSG das Weitermachen noch verleidet hatte.

Handball: Frauen des TV Verl beenden die Oberligasaison nach 32:44-Niederlage gegen Recklinghausen als Rangneunter. Mareen Stüker im Tor nur schwer zu ersetzen

Verl. Über dem letzten Saisonspiel der Handballerinnen des TV Verl am Samstag gegen den PSV Recklinghausen lag ein Hauch von Wehmut. „Was Schlimmeres als die Haupttorschützin und die beste Torfrau, vermutlich sogar der ganzen Oberliga, zu verabschieden, kann es für einen Handballwart doch gar nicht geben“, sagte Andreas Guntermann. Weil auch noch Maren Hoschek, Sabrina Petschat und Jasmin Zimmermann ausgeschieden sind, steht Hendryk Jänicke beim Tabellenneunten vor einem ziemlichen Neuaufbau.

Die größte Baustelle sieht der Coach zwischen den Pfosten. „Keks hinterlässt da natürlich eine Riesenlücke“, räumte Jänicke ein. „Wir sind mit einigen Kandidatinnen im Gespräch, aber noch können wir keinen Abschluss vermelden.“ Als Backup saß am Samstag Alicia Karenforth auf der Bank.

„Ich werde jetzt 34, spiele seit 23 Jahren Handball und seit 17 Jahren mindestens auf Oberliganiveau“, erklärte Mareen Stüker, warum es ihr mit dem Karriereende ernst ist. „Sich endlich mal für ein Wochenende etwas vornehmen zu können, und nicht für den Handball da sein zu müssen, ist eine verlockende Perspektive.“ Immer in der Pflicht sah sich die Bankkauffrau auch deshalb, weil sie in den letzten zwei Jahren die einzige Torwartin des Viertligisten war. „Du hast deshalb auch im Training kaum Pausen, das schlaucht“, erklärte Stüker, die sich gut vorstellen kann, „demnächst mehr zu laufen und dann sogar auch einmal mit dem Hermann zu flirten.“

Verl (zog). Das war perfektes Timing des Schiedsrichtergespanns Jankuhn/Schäffer: In der letzten Sekunde der Verler Heimpartie gegen den PSV Recklinghausen pfiffen die Unparteiischen einen Siebenmeter für die Gastgeberinnen. Und so beendete Mareen Stüker, die Torfrau der Verler Oberligahandballerinnen, ihre Laufbahn mit einem verwandelten Siebenmeter. Dass auch dieser 32. Treffer für den TVV nicht zum Heimsieg reichte, lag an der enormen Zahl von 44 Gegentreffern, die das TVV-Team kassierte.

Doch Trainer Hendryk Jänicke zog ein versöhnliches Fazit dieser letzten, folglich mit 32:44 (15:21) verlorenen Partie. „Das war ein vernünftiger Abschluss“, wusste Jänicke um die extrem offensive Ausrichtung der im 3:2:1 verteidigenden Gastgeberinnen. Und auch die Verlerinnen deckten im Hinblick auf die neue Serie oft im 4:2, in dem Pia Laker und Chiara Zanghi die beiden torgefährlichsten Spielerinnen in Sonderbewachung nahmen. Dass Verl sein letztes Saisonspiel dennoch so deutlich verlor, lag an den Phasen, in denen die Mannschaft beste Chancen vergab und einige Bälle im Angriff herschenkte. Das wurde sofort mit Kontern bestraft, von denen „Keks“ Stüker allerdings noch einige entschärfte. „Aber wir haben sie im Tor nicht im Stich gelassen, wir sind immer mit zurückgelaufen und sei es nur, um die Abpraller zu bekommen“, sagte Jänicke.

Verl (kra). Nur zwei Siege in den letzten zwölf Spielen – für die Oberliga-Handballerinnen des TV Verl (16:30 Punkte) ist es in diesem Jahr trotz des sicheren Klassenerhalts nicht gut gelaufen. Der Wunsch des Tabellenneunten nach einem Abschlusssieg am heutigen Samstagnachmittag ist deshalb groß, die Wahrscheinlichkeit indes gering, denn der PSV Recklinghausen (31:15) zählt zu den spielstärksten Teams der Liga. Wie gehabt muss Coach Hendryk Jänicke auf die verletzte Rückraumspielerin Therasa Hayn und die in den Aufstiegsrunden aktiven Jugendspielerinnen verzichten. Auch deshalb lautet sein Motto: „Kämpfen bis zuletzt.“

Verl (zog). Im letzten Saisonspiel wird deutlich, dass die Oberliga-Frauenmannschaft des TV Verl vor einem Umbruch steht. Denn vor dem Heimspiel gegen den PSV Recklinghausen (Samstag, 16 Uhr) werden gleich vier Handballerinnen, darunter mit Torfrau Mareen Stüker und Haupttorschützin Theresa Hayn zwei langjährige Leistungsträgerinnen, verabschiedet. Auch Außenspielerin und Physiotherapeutin Sabrina Petschat hört auf.

Noch nicht lange steht fest, dass die erst zu Saisonbeginn vom TSV Oerlinghausen gekommene Maren Hoschek das Oberligateam mit unbekanntem Ziel ebenfalls verlässt. „Ja, das ist ein Substanzverlust, der uns an einigen Stellen weh tut, aber wir haben ja auch schon ersatzweise neue Spielerinnen verpflichtet“, sagt Trainer Hendryk Jänicke.

Verl (zog). Frauenhandball-Oberligist TV Verl hat am Samstag eine torreiche Partie beim HSV Minden Nord verloren und damit das vierte Negativergebnis in Folge verbuchen müssen. Unzufrieden war Trainer Hendryk Jänicke nach dem 33:36 (18:18) allerdings nicht.

„Das war nach dem Sieg in Dortmund am fünften Spieltag unsere beste Saisonleistung“, lobte der Trainer den Einsatz, die Einstellung aber auch die spielerische Vorstellung seiner wenigen verbliebenen Spielerinnen. Eigentlich hatten die Verlerinnen den Auswärtsauftritt absagen wollen, denn nach der krankheitsbedingten Absage von Mareen Stüker, die seit Saisonbeginn als einzige Torfrau den Kasten sauber hält, fehlte es an einer Spielerin für das Tor.

„Freitagabends um 23 Uhr haben wir bei Alicia Karenfort angefragt“, berichtete Jänicke. Die hatte nach der Saison 16/17 eigentlich aufgehört und sagte trotz einigen Bammels nach so langer Pause zu. „Sie hat das richtig gut gemacht. Das muss man erstmal ohne Training hinbekommen und das noch mit einer unbekannten Abwehr vor sich“, lobte Jänicke.

Handball: Frauen des TV Verl verlieren in der Oberliga 33:36 bei der HSV Minden-Nord

Verl (kra). Obwohl die Handballerinnen des TV Verl am Samstag mit dem 33:36 bei der HSV Minden-Nord die zehnte Niederlage im zwölften Spiel des Saisonteils 2019 kassiert hatten, war Hendryk Jänicke nicht unzufrieden. „Nach unserem überraschenden Auswärtssieg in Dortmund in der Hinserie war das vielleicht sogar unsere beste Saisonleistung“, urteilte der Coach des mit 16:30 Punkten auf dem sicheren 9. Platz notierten Oberligisten.

Dass es in dem engen Spiel nach dem 18:18 zur Pause nicht zu einem Punkt gereicht hatte, führte Jänicke auf die knappe Besetzung zurück, zumal die „Spielweise auch auf die Pumpe gegangen“ sei. Um die Mindener Angreiferinnen zu stoppen hatte der Verler Coach nämlich eine 4:2-Abwehr mit Pia Laker und Chiara Zanghi als Vorgezogene ausprobiert. „Obwohl wir das noch nicht richtig trainiert haben, hat das schon ganz gut geklappt“, sah Jänicke Potenzial um diesen Versuch fortzusetzen.

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