Verl (zog). Frauenhandball-Oberligist TV Verl hat am Samstag eine torreiche Partie beim HSV Minden Nord verloren und damit das vierte Negativergebnis in Folge verbuchen müssen. Unzufrieden war Trainer Hendryk Jänicke nach dem 33:36 (18:18) allerdings nicht.

„Das war nach dem Sieg in Dortmund am fünften Spieltag unsere beste Saisonleistung“, lobte der Trainer den Einsatz, die Einstellung aber auch die spielerische Vorstellung seiner wenigen verbliebenen Spielerinnen. Eigentlich hatten die Verlerinnen den Auswärtsauftritt absagen wollen, denn nach der krankheitsbedingten Absage von Mareen Stüker, die seit Saisonbeginn als einzige Torfrau den Kasten sauber hält, fehlte es an einer Spielerin für das Tor.

„Freitagabends um 23 Uhr haben wir bei Alicia Karenfort angefragt“, berichtete Jänicke. Die hatte nach der Saison 16/17 eigentlich aufgehört und sagte trotz einigen Bammels nach so langer Pause zu. „Sie hat das richtig gut gemacht. Das muss man erstmal ohne Training hinbekommen und das noch mit einer unbekannten Abwehr vor sich“, lobte Jänicke.


Stichwort Abwehr. Der Verler Trainer zog von Beginn an Pia Laker und Chiara Zanghi vor und ließ im 4:2 spielen. „Da hat sich die ganze Mannschaft richtig reingehängt“, freute sich der Trainer, dem nur zwei Wechselspielerinnen zur Verfügung standen. Ab der 35. Minute schrumpften die Alternativen auf eine zusammen, denn Josi Löbig sah, als sie einer Spielerin beim Gegenstoß in den Arm griff, die Rote Karte. „Da muss sie wegbleiben und die Gegenspielerin laufenlassen“, sagte der Trainer.

Ab der 50. Minute gingen den Gästen aus Verl, die zumeist knapp hinten lagen, aber in der 46. Minute auch mit 26:24 führten, zusehends die Kräfte aus. „Da waren wir dann oft einen Schritt zu langsam.“

TV Verl: Karenfort – Habig (5), Zanghi (7/3), Löbig (5/1), Laker (2), Pohlmann (3), Berg, Hoschek (5), Werneke (6/2)

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