Handball-Verbandsligist meldet sich nach 30:21 über Porta im Abstiegskampf zurück

Verl(WB). »Warum habt ihr erst zehn Punkte?«, fragt ein verdutzt dreinschauender Schiedsrichter Christian Voigt (SV SW Havixbeck) in Richtung der Handballer des TV Verl. »Gute Frage«, entgegnet Trainer Hubertus Neuhaus. Denn der abstiegsbedrohte Verbandsligist liefert am Samstagabend eine tadellose Leistung ab und führt die HSG Porta Westfalica beim 30:21 (17:8)-Erfolg in der ersten Halbzeit regelrecht vor.

Zur Information für Christian Voigt: Jetzt haben die Verler zwölf Punkte auf ihrem Konto, sind durch die Hüllhorster Niederlage gegen Harsewinkel nicht mehr Letzter und haben den Rückstand zum rettenden Ufer auf vier Zähler verkürzt. Diesen sicheren zwölften Rang bekleidet derzeit die HSG Porta, den direkten Vergleich hat der TVV für sich entschieden. »Es ist noch alles drin«, hat nicht nur Kreisläufer Alexander Busche fünf Spieltage vor Serienende den Kampfgeist wiederentdeckt: »Das war heute ein echtes Endspiel – und jeder hat es begriffen.« Beinahe symbolhaft steht der Auftritt von Marc Bode. Der Linksaußen bekam wochenlang nichts auf die Kette und trifft am Samstagabend sogar dreimal aus dem Rückraum.

Die Partie läuft bereits, als Thomas Fröbel noch emsig dabei ist, die zahlreichen Zuschauer auf der Tribüne mit hölzernen Klatschbrettern oder Pappen zu versorgen. Schließlich greift der am Kreuzband operierte Verler Rückraumspieler selbst zum Schlagwerkzeug und malträtiert ebenso wie Jonas Guntermann aus der zweiten Mannschaft eine große Trommel. Zu diesem Zeitpunkt hat seine Mannschaft einen furiosen 5:1-Start (10.) hingelegt, Torhüter Patrick Schmidt, der gleich in seiner ersten Aktion einen Siebenmeter von Luca Halstenberg pariert, ist bereits »on fire« und Porta-Trainer Dennis Eichhorn wird früh zu einer Auszeit gezwungen.

Anschließend versuchen die Gäste mit dem siebten Feldspieler im Angriff den Anschluss zu finden. Doch Jan Hendrik Schott trifft ebenso ins leere Tor wie Tim Reithage vom Anwurfkreis. Das Porta-Experiment ist gescheitert und die Verler spielen sich bis zur Pause auch dank des überragenden Schmidt in einen Rausch. Der entscheidende Vorteil: die diesmal breit besetzte Verler Bank. Egal wer spielt, es gibt quasi keinen Qualitätsverlust. »Wir haben Porta mit Tempo kaputt gemacht, konnten systematisch wechseln und in der Endphase wieder frische Jungs bringen«, sagt Hubertus Neuhaus, der seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit zu Recht »eine Bombenleistung« attestiert.

Dieses Niveau können die Hausherren nach der Pause nicht mehr halten, dennoch gelingt ein überzeugender Sieg. »Hoffentlich gelingt es uns jetzt mal, eine gewisse Konstanz reinzubekommen. Denn die Leistungen waren über die gesamte Saison gesehen zu schwankend«, weiß Neuhaus genau, warum sein Team so tief im Abstiegsschlamassel steckt. In den könnte nun auch Porta wieder geraten, denn der seit einigen Wochen verletzt fehlende Haupttorschütze Jan Christoph Hohlfeld ist im Rückraum nicht zu ersetzen.

TV Verl: Schmidt/Greitens (ab 51.) - Kreismann (5/4), Hesse (4), Bruy (2), Ottofrickenstein (1), Reithage (3), Wiese (1), Bode (5), Schott (4), Jogereit (1), Busche (1), Voss, Vogler (3).

HSG Porta Westfalica: Wilken/Herrendörfer - Dressler (3/3), Delius (3), N. Held (4), Hahne, T. Held (5), Supe, Kollmeier, Halstenberg (4), Göpfert, Tretzack (2), Naumann.

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