Nicht eingeplante 24:26-Pleite des TV Verl vergrößert die Abstiegssorgen erheblich

Verl(WB). Gegensätzlicher können die Bilder am Samstagabend in der Verler Sporthalle kaum sein. Während die Spieler des TSV Hahlen im Kreis hüpfend den Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga feiern, sitzt TVV-Torhüter Patrick Schmidt nach der bitteren 24:26 (10:13)-Niederlage geschlagen am Boden.

Auf der Tribüne machen einige Krakeeler, die offensichtlich ihre gute Kinderstube vergessen haben, ihrem Unmut gegenüber dem Schiedsrichtergespann Hartmut Borutta/Bernd Brünger vom TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck Luft. Sie sehen in den Unparteiischen die Hauptschuldigen für die möglicherweise folgenschwere Pleite. »Klar sind wir in einigen Szenen benachteiligt worden, aber das trifft nicht den Punkt. Wir haben nicht wegen den Schiedsrichtern verloren«, macht TVV-Trainer Hubertus Neuhaus unmissverständlich klar und erstickt eine auch kaum zielführende Diskussion somit im Keim.

Denn es ist die Verler Mannschaft selbst, die sich die Niederlage einbrockt und drei Spieltage vor Schluss weiter die schwere Hypothek eines Drei-Punkte-Rückstands auf die HSG Porta Westfalica und den damit verbundenen rettenden zwölften Platz mit sich herumschleppt. Neuhaus redet sich in Rage und wird immer lauter, als er den Rückfall in längst vergessen geglaubte Zeiten anprangert. »Da kommt der Kack wieder aus der Klamottenkiste, da kann ich mich fürchterlich drüber aufregen«, kritisiert der Coach, dass sich seine Mannschaft erneut im erfolglosen Spielsystem seines Vorgängers Sören Hohelüchter aus der missratenen Hinserie übt.


Die Folge: Null Druck auf die von Routinier Henrik Thielking glänzend organisierte Hahlener Abwehr, stattdessen laufen die Verler in schleppendem Tempo vor dem 6:0-Riegel der Gäste hin und her. »Konzepte!«, fordert Co-Trainer Robert Voßhans bereits in der Anfangsphase und Neuhaus gibt einen Einblick in seine Halbzeitansprache: »Spielt doch einfaches Kreuzen mit Parallelstoß.« Doch der TVV versteht es über die gesamten 60 Minuten nicht, Gefahr aus dem ineffektiven Rückraum zu erzeugen.

Beim 15:20 (43.) scheint die Partie bereits entschieden, dann aber führen zwei Faktoren zur Verler Aufholjagd. Mit Luca Höltkemeyer scheidet der treffsicherste Akteur der Gäste verletzt aus und die kurze Deckung von Albert Kreismann gegen den starken Hahlener Mittelmann Tjorven Wiese fruchtet endlich. Nach dem 16:21 (44.) führen sechs Verler Treffer auf Reihe zur 22:21-Führung, die TVV-Anhänger unter den nur rund 200 Zuschauern toben. TSV-Trainer Marc Pohlmann nimmt eine Auszeit, jetzt sind seine erfahrenen Leute gefragt. »Ich mache ja nicht mehr viel, aber in den entscheidenden Situationen hat es gereicht«, schmunzelt Thielking, der sich nun seine ganze Erfahrung zunutze macht. Hahlen dreht die Partie mit drei Treffern zum 22:24 (53.) und bringt die Begegnung abgezockt über die Bühne.

»Kämpferisch war das okay, spielerisch hat es aber nicht gereicht. Wir haben es einfach nicht geschafft, die Leistung zu bringen, die notwendig gewesen wäre. Jetzt müssen wir in Hüllhorst gewinnen und beim Rest hilft vielleicht der liebe Gott«, lautet der wenig zuversichtliche Ausblick von Hubertus Neuhaus.

TV Verl: Schmidt - Busche (3), Kreismann (4/1), Hesse (3), Bruy (1), Reithage (4), Erichlandwehr (1), A. Wiese (1), Bode (3), Schott (3/3), Jogereit, Vogler (1).

TSV Hahlen: Bekemeier/Hunke (ein Siebenmeter) - T. Wiese (5/2), Becker (2), Rodenberg, Bruns, Böker (5), Thielking (5/4), Höltkemeyer (6), Rohlfing (1), Kanning, Pohlmann (2), Sülberg-Tewes.

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