Von Uwe Kramme

Verl. 30:45-Niederlage beim HC Leipzig – das hört sich nach einer bösen Klatsche an, und danach, als hätten die A-Jugend-Handballerinnen des TV Verl in der Bundesliga nichts zu suchen. „Aber 30 Tore beim amtierenden Deutschen Meister, der auch in dieser Saison wieder zu den Titelfavoriten zählt, muss man erstmal werfen“, relativiert Hendryk Jänicke das Ergebnis. Der Verler Trainer attestiert seinen Spielerinnen, sich am Samstag in der sächsischen Metropole „richtig gut verkauft“ zu haben.

Jänicke wäre jedoch kein guter Trainer, wenn er nicht sofort ein „Aber“ folgen lassen würde. „Fünf Minuten vor Schluss haben wir nur mit fünf Toren zurückgelegen und dann noch fünf Gegentreffer auf der Reihe zugelassen“, kritisierte er „ein etwas zu frühes Nachlassen“. Und noch etwas hatte dem ehrgeizigen Coach missfallen: Zwar konnten die Verlerinnen den Gegner wie erhofft ärgern, indem sie konsequent mit sieben Feldspielerinnen agierten und so auch einige Treffer erzielten. „Allerdings haben wir auch ein paar ,Empty Goals‘ kassiert, weil wir uns vorne unnötige Ballverluste geleistet haben, als wir von unseren Angriffskonzeptionen abgewichen sind.“


Den Leipzig-Trip von Freitag bis Sonntag hatten Jänicke und Co-Trainer Ruben Voßhans zwar von vorneherein nicht nur als sportliche Herausforderung durch künftige National- und Erstligaspielerinnen gesehen, sondern auch als Belohnung für die starken Leistungen in der Bundesliga-Qualifikation. Umso zufriedener registrierten die Coaches jedoch, wie sehr ihr Team von den Aufgaben auf diesem Niveau profitiert hat. „Gerade die Spielerinnen des älteren A-Jugendjahrgangs, die letztes Jahr auch schon einmal Bundesligaluft schnuppern durften, waren weitaus weniger aufgeregt, was sich auch sehr positiv auf die Jüngeren ausgewirkt hat.“ Aufgrund dieser Erfahrung und „weil wir in den Herbstferien das Training natürlich voll durchziehen“, sieht Jänicke den weiteren Spielen in der Bundesliga-Vorrunde am 24. Oktober gegen den TV Aldekerk und eine Woche später gegen den TV Königsdorf in eigener Halle zuversichtlich entgegen. „Gegen Aldekerk, das Königsdorf mit 37:20 besiegt hat, sind wir zwar wieder klarer Außenseiter. Aber wenn wir die Leistung von Leipzig bestätigen, sehe ich keinen Grund, warum wir am Ende nicht Dritter werden können.“ Dieser 3. Platz in der Gruppe wäre verbunden mit der Qualifikation für den Deutschen Pokalwettbewerb. „Dann hätten wir noch weitere Spiele auf diesem Niveau“, spricht der Verler Coach von einem besonderen Anreiz.

Nationalspielerin aus Mazedonien als Verstärkung

In die reguläre Oberligasaison steigen die 16 bis 18 Jahre alten Verler Handballerinnen etwas verspätet am 30. Oktober mit dem Spiel beim TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck ein.

Jänicke hofft spätestens dann auf einen breiteren Kader zurückgreifen zu können. Patricia Primorac und Lina Bartel aus der Stammformation waren zwar mit nach Leipzig gefahren, aus gesundheitlichen Gründen aber nicht zum Einsatz gekommen. Nur Kurzeinsätze bekamen Mila Peshikj und Ece-Nur Gencer, die gerade erst mit Gastspielrechten zur Verler A-Jugend gestoßen sind. Die zum Kader der mazedonischen Jugendnationalmannschaft zählende Peshikj hat sich dem Frauen-Bezirksligisten HSG Gütersloh angeschlossen, als sie im Sommer nach Ostwestfalen gekommen ist. Gencer hütet ansonsten das Tor von Union Halle.

TVV: Heidmeier, Börschel, Gencer – Gerloff (1), Herrmann (1), Pepping (1), Brünsing (1), Habig (8/2), Olbina (5), Busert (4), Hölz (1), Peshikj, Poon (4/2), Thiele (4).

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