Handball: Frauen des TV Verl unterliegen in der Verbandsliga der HSG Hesselteich 28:32.

Verl (kra). Das war nicht das Wochenende von Lars Jogereit: Als Spieler verpasste er am Samstag wegen einer Grippe den Sieg des Landesliga-Spitzenreiters TV Verl in Brake (siehe nebenstehenden Bericht). Am Sonntag musste er gesundheitlich immer noch hörbar angeschlagen als Trainer der Verler Verbandsliga-Handballerinen eine 28:32-Niederlage bei der HSG Hesselteich hinnehmen, „obwohl für uns in diesem Spiel richtig was drin gewesen wäre“.

Warum es trotz der 14:13-Pausenführung, die Hanna Hölz erst zum 15:13 und dann zum 19:17 ausbaute, nicht zu etwas Zählbarem gereicht hatte, erklärte Jogereit – wie so oft – mit „Mängeln in der Verwertung der herausgespielten Chancen“. Tatsächlich hatten die Verlerinnen von Außen wie schon in der Woche zuvor bei der Niederlage in Möllbergen „eine schwache Quote“, so der Coach. Und auch aus dem Rückraum hätten seine jungen Spielerinnen „ein bisschen zu viel liegen gelassen“, obwohl Sina Pepping gut Regie geführt hätte.

Verl (zog). Während Konkurrent VfL Herford mit dem 22:22 bei EGB Bielefeld erneut einen Punkt liegenließ und seit nunmehr vier Spielen sieglos ist, vergrößerte der TV Verl mit dem 41:15-Kantersieg bei Schlusslicht TuS Brake II den Vorsprung an der Spitze der Handball-Landesliga 2 auf sechs Punkte.

„Das ist eine nette Randnotiz. Entscheidend ist aber, dass wir selber gute Spiel abliefern“, sagte TVV-Trainer Robert Voßhans. Genau das tat sein Team beim Schlusslicht, das dem Spitzenreiter gut zehn Minuten lang durchaus Paroli bot. „Da war unsere Abwehr ein bisschen löchrig“, so Voßhans, der in der 22. Minute Routinier Johnny Dähne für Alexander Greitens zwischen die Pfosten wechselte und damit den entscheidenden Impuls gab: „Johnny hatte nochmal richtig Bock und kam am Ende auf die sensationelle Quote von 72 Prozent gehaltener Bälle.“

Verl (zog). Viel besser gespielt und vor allem so aufgetreten, wie es im Abstiegskampf nötig ist. Doch die Abschlussquote verhinderte ein Erfolgserlebnis, sodass Frauenhandball-Verbandsligist TV Verl gestern Nachmittag gegen den nun um diese zwei Punkte vorbeigezogenen Tabellennachbarn SpVg Hesselteich-Siedinghausen eine 28:32 (14:13)-Niederlage kassierte.

„Ich kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen. Alle haben mit ihrer Einstellung deutlich gemacht, dass sie verstanden haben, um was es geht“, sah Trainer Lars Jogereit eine klare Steigerung gegenüber der heftigen Niederlage in Möllbergen – aber eben keine Punkte.

Die Gäste aus Verl waren mehr als 45 Minuten mindestens gleichwertig und noch in der 50. Minute beim 23:22 in Schlagdistanz. „Wir haben trotz der vielen Gegentore gut verteidigt, auch die Torwartleistung stimmte. Aber wir haben einfach zu schlecht geworfen“, wünscht sich Jogereit vor allem eins: Konstanz.

Verl (zog). Der Trainer liegt seit Mittwoch mit Grippe flach, doch der Kader ist bis auf Marie Foede einsatzfähig. Zwar versucht Lars Jogereit, bis zum Auswärtsspiel beim Kreisrivalen SpVg Hesselteich/Siedinghausen am Sonntag (16 Uhr) wieder fit zu werden, doch wenn es der angehende Grundschullehrer nicht schafft, beim Frauenhandball-Verbandsligateam des TV Verl auf der Bank zu sitzen, steht mit „Allzweckwaffe“ Kim Sörensen so wie in der Vorwoche eine gewichtige Vertretung bereit.

Von Verbandsseite kam unter der Woche eine beruhigende Mitteilung, denn laut Bernd Kuropka, Vizepräsident Spieltechnik im westfälischen Verband, wird am Ende wohl Platz neun in der Elfer-Staffel reichen, um die Liga zu halten. Genau diesen Rang nehmen aktuell die Gastgeberinnen aus dem Nordkreis ein, während das Verler Team – mit zwölf Pluspunkten gleichauf – auf Platz sieben geführt wird.

„Wir können also am Sonntag einen großen Schritt nach vorn machen“, rechnet Lars Jogereit mit einer offenen Partie. Haupttorschützin bei den Gastgeberinnen ist Marlena Piwecki, die in der Vorwoche beim Sieg in Sassenberg gleich elfmal erfolgreich war. Ein Wiedersehen gibt es mit Darleen Gerloff, die zwei Jahre in Verl gespielt hat.

Doch gleich wie und mit wem der Gegner spielt – für das TVV-Team ist entscheidend, die eigene Fehlerquote gering zu halten, Konstanz zu zeigen und zu versuchen, ins Tempospiel zu kommen.

Verler Männer in Brake um Pflichtsieg und Verler Frauen um Big Points.

Von Uwe Kramme
Kreis Gütersloh. Es läuft bei den Handballern des TV Verl (34:2 Punkte). Nach elf Siegen in Serie geht der Landesliga-Spitzenreiter mit fünf Zählern Vorsprung auf den schwächelnden Verfolger VfL Herford selbstbewusst in das 19. Saisonspiel beim Tabellenletzten TuS Brake II (3:33 Punkte) am heutigen Samstagnachmittag.

„Natürlich ist angesichts der Tabellensituation ein Sieg Pflicht.“ Robert Voßhans macht erst gar keinen Versuch, die Aufgabe zu relativieren. Dabei hält er sie für schwieriger als die letzte Woche locker mit 32:15 gegen den chancenlosen Vorletzten DJK Everswinkel gelöste. „Denn die Braker Reserve ist eine funktionierende Mannschaft. Und im Aufwind, nachdem endlich der erste Saisonsieg gelungen ist und das noch gegen den Stadtrivalen TuS 97 II.“ Außerdem würden mit Routinier Thomas Fröbel (Hüfte) und Daniel Schidetzky (Bänderriss im Fußgelenk) zwei Stammspieler fehlen.

Um sich schon mal damit vertraut zu machen, was den TV Verl nach dem Aufstieg erwartet, hat Voßhans nach der eigenen Partie einen Besuch des Verbandsligaspiel TV Isselhorst gegen Senden am frühen Abend eingeplant. Angesichts der Tabellensituation ist da auch für seinen TVI-Kollegen Stefan Hamsen ein Sieg eigentlich Pflicht: „Zumindest ist das unser erstes Endspiel um den Klassenerhalt.“

Verl (zog). Einer richtig guten Trainingswoche ließen die Verbandsligahandballerinnen des TV Verl am Samstag eine desaströse 23:34 (12:18)-Niederlage bei Schlusslicht TuS Möllbergen folgen.

„Das war nicht gut, wir haben nicht das umgesetzt, was wir können“, verzichtete Kim Sörensen, der Lars Jogereit (als Spieler im Verler Landesligateam gefordert) als Trainer vertrat, auf Kritik. „Ich muss mich hinterfragen, warum wir die Trainingsleistungen wegen vieler dummer Entscheidungen nicht aufs Spielfeld gebracht haben“, sah der seit März wieder im Jugendbereich des TV Verl aktive Sörensen zu viele technische Fehler. Einzig Leni Hermann belohnte sich mit fünf Treffern für ihren guten Trainingseinsatz.

Das Gesamtfazit Sörensens fiel ernüchternd aus: „Möllbergen ist so gut wie abgestiegen, aber die haben so gespielt, wie wir wollten: Wie um Leben und Tod.“ Dabei standen Ilka Habig und Louisa Görlich aus dem Landesligateam zur Verfügung, weil die Verzahnung zwischen erster und zweiter Mannschaft wieder gut funktioniert. Doch was zählt, sind Ergebnisse und eine Führungsspielerin für den jungen Kader.

TV Verl: Gencer – Fortmeier (3), Hermann (5), Dargel (1), Mersch (1), Hölz, Henkenjohann (1), Poon (2), Pepping (4), Habig (5/4), Scheck, Görlich (1)

32:15-Heimsieg und Herford patzt erneut

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Der TV Verl-Express rast im Geschwindigkeitsrausch Richtung Zielbahnhof Verbandsliga. Gegen hoffnungslos unterlegene Gäste aus dem Tabellenkeller gewann der Spitzenreiter der Handball-Landesliga am Samstag vor 250 Zuschauern mit 32:15 (19:6)-Toren. Und dieses Ergebnis den war für den Tabellenvorletzten SC DJK Everswinkel noch schmeichelhaft, denn von Beginn an hatte das Geschehen in der Verler Dreifachhalle eher Testspielcharakter.

So benötigten die mit einem Zehner-Rumpfkader angereisten Gäste aus dem Münsterland elf Angriffe und 14:02 Minuten für ihr erstes Tor zum 8:1. Mit zwei Paraden zu Beginn hatte Johnny Dähne den DJK-Angreifern gleich die Lust am Wurf genommen. Jeder Ballverlust wurde gegen die später kaum noch zurücklaufenden Everswinkeler mit Kontern bestraft.

Da konnte einem das Torwartgespann schon leidtun, wobei Yannick Tresp mit einigen klasse Paraden noch der beste Gästespieler war. „Mir war es lieber so, dass wir seriös gestartet sind und gleich für klare Verhältnisse gesorgt haben“, lobte Trainer Robert Voßhans den 14:3-Start nach 23 Minuten. „Denn wenn man larifari startet , ist es schwerer, den Hebel umzulegen.“

Handball: Frauen des TV Verl verlieren in der Verbandsliga mit 23:34 beim TuS Möllbergen.

Verl (kra). Die Handballerinnen des TV Verl schaffen es in der Verbandsliga nicht, ihre Möglichkeiten konstant abzurufen. Weil der guten Leistung und dem Sieg gegen Sassenberg deshalb am Samstag ein 23:34 beim Tabellenvorletzten TuS Möllbergen folgte, sind sie mit nun 12:14 Punkten auf den siebten Tabellenplatz zurückgefallen und weiterhin abstiegsgefährdet.

Über die Gründe für den neuerlichen Misserfolg redete Kim Sörensen, der den im Verler Landesligateam aktiven Coach Lars Jogereit vertrat, nicht lange herum. „Wir treffen viel zu viele falsche Entscheidungen“, ärgerte sich der Däne über die grundlegende Schwäche des jungen Teams, die sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht: „Wir haben zu viele Ballverluste durch technische Fehler und lassen zu viele Chancen aus.“ Weil vor allem die Trefferquote von Außen schlecht gewesen sei, hätte es in Möllbergen nie geklappt, nach dem 12:19-Pausenrückstand noch einmal heranzukommen, obwohl die Chancen dafür dagewesen wären. TV Verl: Gencer – Fortmeier (3), Hermann (5), Henkenjohann (1), Poon (1), Dargel (1), Mersch (1), Hölz, Scheck, Pepping (4), Habig (6/4), Görlich (1).

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