Ahlen/Verl (zog). „Dreckig mit einem Tor gewonnen“, beschrieb Trainer Simon Dreier den dennoch verdienten 21:20 (11:10)- Auswärtssieg über die Ahlener SG, mit dem Frauenhandball-Verbandsligist TV Verl eine Durststrecke von drei Niederlagen beendete und das Punktekonto zum 9:9 ausglich.

„Wir haben uns das Leben selbst schwergemacht, weil wir nach 15:11-Führung in der 44. Minute die Ordnung verlieren“, sah Dreier Ballverluste und individuelle Fehler. Doch, und das ist ein großer Fortschritt, glaubt das Team mittlerweile an sich und kämpft. „Spielerisch war das nichts für Ästheten, aber auch schlechtere Phasen werfen uns nicht mehr um“, so Dreier.

Beispiel Schlussphase. Da lassen die Verlerinnen nach dem 22:21 durch die (wie auch Mira Dargel) gute Kreisläuferin Nele Fortmeier, den Gegner 40 Sekunden vor Abpfiff in Ballbesitz kommen. Doch Ahlens letzten Angriff verteidigen sie so gut, das es zu keinem Torwurf kommt. „Wenn wir die Struktur besser halten und selbstbewusster werden, bin ich zufrieden“, bilanziert Dreier die erste Saisonhälfte.

TV Verl: Gencer – Dargel, Hermann, Meierfrankenfeld, Mersch (4), Dreier (2), Fortmeier (2), Hölz, Korek (6/5), Pepping (3), Scheck (5/2)

Altenbeken-Buke/Verl (zog). Der Richtung Verbandsliga rauschende TV Verl-Express ist am Samstag auch über das Viadukt in Altenbeken gerattert, ohne an Fahrt zu verlieren. Mit 32:25 (15:9) gewann das nach Pluspunkten die Tabelle der Handball-Landesliga anführende Team von Robert Voßhans bei Kellerkind HSG Altenbeken/Buke und gab sich im Zweikampf an der Spitze genauso keine Blöße wie der VfL Herford, der mit 27:22 gegen Coesfeld gewann.

Das direkte Duell der beiden Topteams ist verlegt worden und steigt am 24. Februar. Die Sorgen aufgrund viele erkrankter Spieler hatten sich nach 15 Minuten erledigt. Voßhans: „Mit der 10:4-Führung haben wir die Richtung vorgegeben. Ab da war klar, wohin die Reise geht“. Die Verler überraschten anfangs mit einer sehr offensiven, an offene Manndeckung erinnernde Abwehrvariante. Nach der Roten Karte für Bukes Hendrik Schubert in der 25. Minute plätscherte die Partie dahin, bevor Lennart Voss mit vier Treffern in zehn Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder für vermisste Intensität im Angriff sorgte.

„Mit mehr Konsequenz wäre das Ergebnis deutlicher geworden. Doch im Großen und Ganzen war das sehr in Ordnung“, verteilte der Trainer viel Spielzeit an Akteure mit weniger Einsatzminuten, ohne dass es einen Bruch gab.

Handball: Landesligist TV Verl setzt sich mit seinem Tempospiel bei der HSG Altenbeken/Buke durch. Trapphoff trifft achtmal.


Verl (kra). Die Handballer des TV Verl (22:2 Punkte) haben am Samstag mit einem klaren 32:25-Sieg bei der HSG Altenbeken/Buke ihre Tabellenführung in der Landesliga verteidigt. Fortsetzen werden sie das Fernduell um die Meisterschaft und den Aufstieg mit dem VfL Herford (21:1 Punkte) am 3. Februar zu Hause gegen Senne. Das erste Spitzenspiel zwischen den bislang stärksten Teams der Staffel 2 steht am 24. Februar auf dem Programm und das vermeintliche Finale am 26. Mai.

„Die letzten Wochen waren anstrengend, die Jungs sollen erst einmal Abstand vom Handball finden.“ Robert Voßhans kann der langen Pause „viel Positives abgewinnen“, obwohl es auch in Altenbeken „wieder richtig gut gelaufen ist“. Zwar hätte der TV Verl auch für das Kreispokalturnier am ersten Januar-Wochenende gemeldet, so der Coach. „Aber da spielt, wer da ist und wer möchte.“

Die Geschichte der Partie am Samstag ist schnell erzählt. Mit einer aggressiven 1:5-Deckung wurden die als nicht sehr konditionsstark eingeschätzten Gastgeber „maximal unter Druck gesetzt“ (Voßhans) und eine 2:7-Führung vorgelegt, die Bestand hatte.

Verl (kra). Nach drei Niederlagen in Folge haben die Handballerinnen des TV Verl am Samstag bei der Ahlener SG mit 22:21 endlich wieder ein Verbandsligaspiel gewonnen und gehen mit nun 9:9 Punkten als Tabellensechster in die Weihnachtspause bis zum Kreispokalwochenende Anfang Januar. „Bei aller Erleichterung“, begann Simon Dreier seinen Bericht über die auch wegen der angespannten Personalsituation schwierige Auswärtspartie, „muss ich erstmal einräumen, dass ich selten ein so konfuses Handballspiel gesehen habe.“

Der Verler Coach ließ zwar keinen Zweifel daran, dass es den richtigen Sieger gegeben hatte, „weil wir unter dem Strich die bessere Mannschaft waren“. Allerdings hätte er sich mehr Souveränität und Cleverness gewünscht, als seine Spielerinnen ihre 12:10-Pausenführung zum 15:11 auf vier Tore ausgebaut hatten, merkte der genervte Dreier an. Weil Absprachen nicht mehr eingehalten wurden und sich prompt die Fehler häuften, hätten die Ahlenerinnen erst zum 19:19 und dann zum 21:21 ausgeglichen. Nach dem Treffer zum 22:21 durch Nele Fortmeier zwei Minuten vor Schluss wurde der Coach dann so richtig auf die Folter gespannt. Nach einem weiteren Ballverlust hätten die Ahlenerinnen nämlich noch satte vierzig Sekunden Zeit für ihren letzten Angriff gehabt. „Aber den haben die Mädels dann richtig gut verteidigt“, konnte sich Dreier doch noch über einen „nicht schönen, aber wichtigen Zweier zu Weihnachten“ freuen. TV Verl: Gencer – Dargel, Hermann, Meierfrankenfeld, Mersch (4), Dreier (2), Fortmeier (2), Hoelz Pepping (3), Scheck (5), Korek (6/5).

Handball: Landesligist TV Verl ist bei der HSG Altenbeken/Buke favorisiert.

Verl (kra). Seit Wochen überzeugend spielender Spitzenreiter beim abstiegsgefährdeten Tabellen-13. Eigentlich sind die Karten vor dem Handball-Landesligaspiel des TV Verl (20:2 Punkte) bei der HSG Altenbeken/Buke (5:17 Punkte) am heutigen Samstag klar verteilt. Robert Voßhans warnt seine Truppe jedoch eindringlich davor, nur auf die Tabelle zu schauen und den Gegner zu unterschätzen.

„Denn das ist eine körperlich sehr starke Mannschaft, die sich bislang vor allem wegen ihres Verletzungspechs deutlich unter Wert verkauft hat und bei der es wieder besser läuft, seit die Ausfälle allmählich zurückkommen.“ Der Verler Coach verweist bei dieser Einschätzung aber nicht nur auf die beiden Heimsiege gegen Brake und Brockhagen, die für die HSG zu Buche stehen, sondern auch auf die starke Leistung bei der 27:29-Niederlage gegen den TuS 97 II.

Handball: Verbandsligafrauen des TV Verl bestreiten ihr letztes Spiel in Ahlen.

Verl (kra). Nach einer zweiwöchigen Pause sieht der Spielplan der Verbandsliga für die Handballerinnen des TV Verl an diesem Samstag die letzte Partie des Jahres bei der Ahlener SG vor. Simon Dreier fügt jedoch ein „eigentlich“ hinzu, denn die Gastgeberinnen hätten den Wunsch nach einer Verlegung geäußert, berichtet der Coach.

Angesichts der angespannten Personalsituation würde er diesem Wunsch ja einerseits gerne entsprechen, so Dreier weiter. Neben den schon länger fehlenden Ellen Poon und Franziska Springer würde auch noch Marie-Theres Foede ausfallen, die sich im Training einen Finger gebrochen hat und weil die 2. Mannschaft parallel ein Heimspiel in der Landesliga austragen würde, könnte er sich allenfalls in der A-Jugend nach Ersatz umschauen. Allerdings, gibt Dreier zu bedenken, müsste die Begegnung vor Beginn der Rückrunde im Januar nachgeholt werden. „Und da haben wir nicht mehr so ganz viele Termine.“

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Überzeugender Abschluss der Heimspiele des Jahres 2023 und gelungener Auftakt zur sich anschließenden Weihnachtsfeier. Vor 450 Zuschauern hat der TV Verl am Samstagabend das Topspiel gegen den Tabellenvierten SG Handball Detmold mit 36:28-Toren gewonnen und damit die Tabellenführung in der Handball-Landesliga 2 verteidigt.

Ganz dicht im Nacken sitzt dem Team von Trainer Robert Voßhans aber weiterhin der VfL Herford, der sich im zweiten Topspiel mit 24:20 beim bisherigen Dritten TuS Jöllenbeck II durchsetzte und bei einem Spiel Rückstand sogar einen „Miesen“ weniger auf dem Konto hat als der TVV. Das direkte Aufeinandertreffen der beiden Topteams zum Abschluss der Hinserie findet erst am 24. Februar statt, wenn bereits drei Rückrundenspiele absolviert sind.

Am Samstag brachte das Verler Team gegen einen guten Gegner aus Detmold, der über 60 Minuten konsequent auf Tempospiel setzte, seine Stärken gleich in der Anfangsphase zum Tragen. Angeführt von Mathis Griese (6 Treffer) und Niklas Fischedick (11/2) setzten sich die Gastgeber mit gewonnenen Zweikämpfen konsequent in die Abwehrlücken stoßend mit hoher Trefferquote auf 7:2 und 8.3 ab.

Handball: Landesliga-Spitzenreiter TV Verl begeistert 450 Zuschauer beim 36:28-Sieg gegen die SG Detmold mit seinem Tempospiel.

Verl (kra). Als der Nikolaus in der Halbzeitpause des Landesligaspiels TV Verl gegen SG Detmold auflief und großzügig Süßigkeiten verteilte, hatten die vielen Kinder in der Halle ihren Spaß. Davor und danach kamen die 450 Zuschauer mindestens ebenso auf ihre Kosten, denn die Gastgeber überzeugten erneut mit ihrem Tempospiel und verteidigten die Tabellenführung mit einem ebenso deutlichen wie verdienten und ansehnlichen 36:28-Sieg. Dabei hatte der Rangvierte unverdrossen dagegengehalten, obwohl er nach dem 9:9 über den 16:12-Pausenstand immer deutlicher in Rückstand geraten war.

„Da war wieder viel Spielfreude drin und wir haben vor allem das Tempo durchgezogen“, freute sich Robert Voßhans nach dem klaren Erfolg. Allerdings hatte der Verler Coach auch zwei große „Aber“ anzumerken. „Nach der starken Anfangsphase bis zum 7:2 haben wir im Angriff zu viele Chancen liegen gelassen“, monierte der Coach, „und deshalb sogar den Ausgleich zum 9:9 hinnehmen müssen.“

Im zweiten Abschnitt missfiel Voßhans, dass seine Mannschaft in der Deckung die nötige Konsequenz vermissen ließ „und deshalb einige viel zu leichte Gegentreffer“ zugelassen hätte. „Sonst wäre das Ergebnis noch deutlicher ausgefallen.“ Allerdings räumte Voßhans sofort ein, dass dies Kritik auf sehr hohem Niveau war, hatte sich seine Mannschaft doch erneut als eine der spielstärksten in dieser Liga präsentiert und ein flottes Handballspiel abgeliefert.

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