Kreis Gütersloh (zog). 16 gegen 14? Was auf den ersten Blick wie ein Halbzeitergebnis beim Handball aussieht, ist aktuell ein auf westfälischer Ebene heiß diskutiertes Thema. Es geht darum, wieviel Akteure ein Verein in einem Meisterschaftsspiel zum Einsatz bringen darf.

Sind es sowohl auf DHB-Ebene, also ab der dritten bis zur ersten Liga und auch auf Kreisebene 16 Namen, die auf dem Spielbericht eingetragen werden dürfen, so hat der HV Westfalen zu dieser Saison entschieden, diese Zahl auf 14 zu begrenzen.

Was Manuel Mühlbrandt, Trainer des Oberligisten TSG Harsewinkel, überhaupt nicht nachvollziehen kann: „Selbst in der Fußball-Bundesliga sind einige während der Pandemie eingeführten Änderungen geblieben. Wie die Möglichkeit, fünf Spieler wechseln zu dürfen. Es gab eben nicht nur schlechte Anpassungen in dieser Zeit“, zählt der Trainer des klassenhöchsten heimischen Handballteams die 16er-Regelung dazu.

Handball: Frauen des TV Verl unterliegen in der Verbandsliga Wettringen mit 19:26.

Verl (kra). Auch wenn es nicht gereicht hätte, den Tabellenzweiten Vorwärts Wettringen (26:10 Punkte) zu gefährden, bestätigte Lars Jogereit den Handballerinnen des TV Verl nach dem 19:26 am Samstag „eine sehr ansehnliche Leistung“. Dass seine Mädel die 2. Halbzeit nach dem 7:14-Pausenstand sogar ausgeglichen gestaltet hätten, machte den Coach des im Angriff durchgehend auf die siebte Feldspielerin setzenden Verbandsligaachten (14:20 Punkte) sogar ein bisschen stolz.

Denn der Feststellung, dass es Frauen- gegen Mädchenhandball gewesen war, konnte und wollte Jogereit nicht widersprechen. „Wettringen ist nun mal eine sehr erfahrene Mannschaft, die ja nicht umsonst wie Petershagen und Herford noch Aufstiegsambitionen hegt, während wir heute mit einer durch A-Jugendliche verstärkten bunten Mischung aus 1. und 2. Mannschaft angetreten sind.“

Der TV Verl, der ohnehin eines der jüngsten Teams, „aber auch talentiertesten Teams“ (Jogereit) in der 5. Liga stellt, hatte auf den Einsatz von Ellen Poon und Sina Pepping verzichtet. Die beiden erfahrenen Stammkräfte wurden freigesperrt, um der Reserve im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt in der Landesliga gegen Rietberg helfen zu können.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Obwohl sein Team das Heimspiel in der Frauenhandball-Verbandsliga mit 19:26 (7:14) verloren hatte, betonte Lars Jogereit in seiner Analyse vor allem die positiven Aspekte. So stellte der TVV-Trainer die Qualität der Gästemannschaft des FC Vorwärts Wettringen heraus und setzte sie in Relation zum eigenen Kader.

Denn der bestand aus einem Mix von Spielerinnen des regulären Verbandsligakaders mit Aushilfen aus der zweiten Mannschaft sowie (wie seit Saisonbeginn) mehreren A-Jugendlichen, darunter mit Marlen Landwehr sogar eine aus dem Jungjahrgang.

„Davon haben fast alle ein Tor gemacht, und wir haben auch als Mannschaft ein ansehnliches Handballspiel gezeigt“, so Jogereit, der zusammen mit Kim Sörensen auf der Bank die Kommandos gab. In einer ungewöhnlichen Startaufstellung gerieten die Gastgeberinnen nach 1.0-Führung gleich klar mit 1:5 in Rückstand.

Erneut konsequent auf die Taktik mit siebter Feldspielerin setzend, brachten die Gastgeberinnen die Außen einige Mal in gute Wurfposition. Doch die Tore fehlten, sodass aus einem möglichen 9:12 stattdessen ein 7:14-Rückstand wurde.

Handball: Frauen des TV Verl erwarten in der Verbandsliga den Rangzweiten Wettringen.

Verl (kra). Trotz der 18:28-Abfuhr im Hinspiel und obwohl Vorwärts Wettringen (24:10 Punkte) als Tabellenzweiter und bei nur zwei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Petershagen/Lahde mit Ambitionen auf den Titel und den Aufstieg in die Oberliga anreist, sieht Lars Jogereit am heutigen Samstag zumindest eine Außenseiterchance für die Handballerinnen des TV Verl.

„Denn in der Wettringer Halle ist die Nutzung von Haftmitteln verboten, was unsere klare Niederlage auch ein bisschen erklärt. „Aber bei uns ist Harz erlaubt“, sagt der Trainer des Verbandsligasiebten (14:18 Punkte). „Mal sehen, wie sie damit klarkommen.“ Dass der Aufstiegsaspirant Probleme hat, wenn geharzt werden darf, zeigt ein Blick in die Statistik: Seine fünf Niederlagen kassierte Vorwärts Wettringen samt und sonders in der Fremde.

Obwohl der Kader nach dem Ausfall von Mira Dargel (Kreuzbandriss) noch schmaler geworden ist, kann Jogereit („Wir werden eine gute Mannschaft stellen“) dem viertletzten Saisonspiel auch deswegen gelassen entgegensehen, weil das Minimalziel Klassenerhalt bereits erreicht ist. „Wenn nichts Gravierendes passiert“, will der Coach sogar drauf verzichten, Ellen Poon und Sina Pepping einzusetzen. Weil die beiden Leistungsträgerinnen schon letzte Woche bei der 17:31-Niederlage in Oerlinghausen zugeschaut haben, wären sie dann am morgigen Sonntag in der 2. Mannschaft einsatzberechtigt. Das Landesligateam bestreitet bei der HSG Rietberg/Mastholte ein vorentscheidendes Spiel im Kampf um den Klassenerhal

Verl (zog). Als Tabellensiebter empfängt Frauenhandball-Verbandsligist TV Verl am Samstag um 18 Uhr den punktgleich mit Tabellenführer Petershagen von der Spitze grüßenden FC Vorwärts Wettringen in der Dreifachhalle. Da die Verlerinnen zudem das Hinspiel mit zehn Toren Unterschied (18:28) verloren haben, scheint die Favoritenrolle für heute Abend klar an das Gästeteam vergeben.

Doch mit dem Abpfiff eines lockeren Spielchens brav die Punkte abgeben will TVV-Trainer Lars Jogereit überhaupt nicht. „Im Hinspiel haben wir einerseits wirklich keine gute Leistung gezeigt, aber auch Probleme mit dem Harzverbot gehabt. Und anders herum tut sich Wettringen mit Harz schwer“, verweist Jogereit auf die klare Abfuhr in Petershagen, sowie die Niederlage in Steinhagen und den „Ach-und- Krach-Sieg“ bei Schlusslicht Sassenberg.
Andererseits gibt es in Verl die Überlegung, ein oder zwei Spielerinnen für die zweite Mannschaft abzustellen, also heute nicht einzusetzen. Denn die Reserve hat Verletzungsprobleme und den Klassenerhalt zwar in Sichtweite, aber noch nicht ganz sicher.

Für das Verbandsligateam sollte dagegen bei nur noch einem Absteiger aufgrund des angekündigten Rückzug der Ahlener SG nichts mehr anbrennen. „Die Mädels haben vor zwei Wochen hier in Verl gegen Steinhagen gezeigt, dass sie es können. Das haben die Zuschauer auch anerkannt“, wünscht sich Jogereit auch im vorletzten Heimspiel Unterstützung von den Rängen: „Das hat sich diese junge Mannschaft, die sich die ganze Saison über für den Verein hingestellt hat, verdient.“

Verl (zog). Eine Halbzeit lang hielt Frauenhandball-Verbandsligist im Auswärtsspiel beim TSV Oerlinghausen noch achtbar mit. Dann aber musste die von Kim Sörensen trainierte Mannschaft dem kleinen Kader Tribut zollen und kam noch bitter mit 17:31 (8:11) unter die Räder.

„Bis zur Pause war das richtig gut, aber dann machte sich eben bemerkbar, dass mit der schwer zu ersetzenden Mira Dargel, sowie Sina Pepping und Ellen Poon ganz wichtige Spielerinnen fehlten“, sagte Sörensen. Denn nun leisten sich die Gäste viele einfache Fehler, gingen im Angriff nicht mehr in die Tiefe und kassierten einen Fünf-Tore Lauf vom 23:14 zum 28:14.

Positiv war das Debüt der aus Oerlinghausen gewechselten Jule Bergmann mit drei Toren in der Angriffsmitte, auch die A-Jugendlichen Kim Hollmann und Nina Nüsser schnupperten erneut Verbandsligaluft.

TV Verl: Gencer/Springer – Fortmeier (5), Hermann (1), Nüsser (1), Mersch, Hölz, Korek (2), Hollmann (1), Meierfrankenfeld, Scheck (4), bergmann (3)

Verl/Versmold (zog). Ein besonderer Moment war der Aufstieg für Thomas Fröbel. Der 33 Jahre alte alte Routinier, der die Mannschaft als Vorgänger von Robert Voßhans trainiert hatte und aufgrund starker beruflicher Belastung als Architekt wieder in die Spielerrolle zurückgekehrt war, hatte aufgrund einer Entzündung am Schambein immer wieder Spiele verpasst und wird aktuell bis zum Saisonende durch einen Muskelriss ausgebremst.

„Klar schmerzt es ein bisschen, nicht aktiv dabei zu sein. Ich hätte gern mehr als die zwölf oder 13 Spiele gemacht. Aber ich freue mich für die Jungs und bin stolz, ein Teil davon zu seien“, sagt Fröbel, der Spieler wie Frederic Trapphoff schon in der C-Jugend trainiert hat.

„Es war am Ende entscheidend, dass wir uns immer auf uns selbst konzentiert haben. Ein wichtiger Faktor war die Trainingsbeteiligung. Robert konnte oft dreimal in der Woche mit 15, 16 Mann arbeiten. Das haben alle ein Jahr lang diszipliniert durchgezogen. Und das wurde am Ende natürlich auch von Euphorie getragen“, fasst Fröbel zusammen

Nun besteht frühzeitig Sicherheit für die Planung der Verbandsliga. Große Änderungen wird es dabei nicht geben. „Wir haben nur zwei Fragezeichen, bei denen unsere Argumente jetzt besser geworden sind. Ansonsten bleibt der Kader zusammen, und er ist gut“, sagt Robert Voßhans.

Den Verein verlassen werden Torwart Alex Greitens und Linksaußen Daniel Schidetzky (beide SF Loxten) sowie Johnny Dähne (Werther/Borgholzhausen).

Von Stefan Herzog

Verl/Versmold (gl). „Ganz ehrlich: Ich hatte schon am Morgen ein gutes Gefühl“, nahm Robert Voßhans die Glückwünsche entgegen. Denn dieses Gefühl sollte den Trainer des Handball-Landesligisten TV Verl nicht täuschen: Am Samstagabend hat der souveräne Tabellenführer den vom Verfolger VfL Herford zugeworfenen Matchball aufgenommen und mit dem 30:21-Sieg bei den SF Loxten II satt verwandelt.

Drei Spieltage vor Saisonende kehrt die Mannschaft ein Jahr nach dem Verbandsligaabstieg als nicht mehr einzuholender Meister in die fünfthöchste Liga zurück. Dass die Herforder in der eine Stunde früher angepfiffenen Partie beim SC Münster mit 25:27 verloren, wussten die Verler mitten in der Aufwärm- und Konzentrationsphase auf die eigene Partie noch nicht.

Das teilte ihnen Voßhans erst in der Pause mit, um einen Extraschub an Motivation freizusetzen. Das funktionierte und war auch nötig. Denn im ersten Durchgang hatte sich der Spitzenreiter bei den „Fröschen“ schwergetan. „Da haben wir ungewöhnlich ängstlich gespielt“, sah der Trainer, dass seine Spieler vor allem keine Fehler machen wollten. „Das passt nicht zum unserem Spiel“, war Voßhans deshalb erleichtert, dass seine Jungs mit dem Wissen um den möglichen vorzeitigen Titelgewinn direkt mit einem Fünf-Tore-Lauf von der 12:9-Pausenführung zum 17:9 die Vorentscheidung herbeiführten. Nun konnte der Trainer munter wechseln. „Jeder hat Spielanteile bekommen und seinen Job gut gemacht“, konnten nach Abpfiff die ausgelassenen Feierlichkeiten auf dem Spielfeld, auf der Tribüne und in der Kabine der Versmolder Sparkassen Arena beginnen.

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