Frauenhandball
Verl (kra). Die Verlegung der Spiele gegen den Tabellenfünften Union Halle (12:8 Punkte) auf den heutigen Samstag und bei der SpVg Hesselteich (9:11) auf den 17. März haben Lars Jogereit gut in den Kram gepasst. Denn so hatte der neue Trainer des TV Verl (9:9 Punkte) zwei Wochen länger Zeit, um beim Tabellensiebten der Frauenhandball-Verbandsliga „an ein paar Stellschrauben“ zu drehen. „Wir haben die Abwehrarbeit etwas umgestellt“, berichtet der Nachfolger von Simon Dreier. Außerdem wünsche er sich „ein etwas schnelleres Umschaltspiel mit sichereren Pässen“.

Um den Rangsiebten möglichst schnell zum Klassenerhalt zu führen, war der 25 Jahre alte Lehramtsstudent die logische Wahl, als sich der Abteilungsvorstand angesichts stagnierender Leistungen zu einem Trainerwechsel entschlossen hatte, um neue Impulse zu setzen. Denn als Coach der in der Oberliga spielenden Verler A-Mädchen, von denen einige parallel bei den Frauen eingesetzt werden, kennt er die Mannschaft eh genau. „Das Training der beiden Teams noch weiter zu verzahnen“, war denn auch eine nahe liegende Konsequenz.

Verzichten muss Jogereit bei seinem Debüt gegen Halle nicht nur auf die verletzten Marie Foede, Franzi Leers und Sina Peeping sowie die beruflich verhinderte Tessa Henkenjohann. Mit Pia Dreier, der Gattin seines Vorgängers, hat sich eine erfahrene Spielerin abgemeldet.

Handball

Verl (kra). Nach einer Pause von sieben Wochen meldet sich der TV Verl am morgigen Samstag mit der auf 16 Uhr vorgezogenen Partie gegen den Tabellenzehnten HT SF Senne (12:14 Punkte) im Spielbetrieb der Handball-Landesliga, Staffel 2, zurück. Seit dem letzten Auftritt beim 32:25-Sieg in Altenbeken ist aus dem Titelrennen zwar ein Zweikampf zwischen dem VfL Herford (23:1) und dem TV Verl (22:2) geworden, denn das vom TuS 97 II (19:7) angeführte Verfolgerfeld liegt weit zurück. „Doch wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, nur auf die Herforder zu schauen“, mahnt Robert Voßhans in Anbetracht des in drei Wochen anstehenden Topspiels. „Denn wenn wir bis dahin noch stolpern, lachen sich die anderen kaputt.“

Wenn seine Mannschaft ihre Leistung bringen würde, hält der Verler Coach die Stolpergefahr gegen zuletzt beim 26:31 gegen Coesfeld arg enttäuschende Senner zwar für „überschaubar“. Aber natürlich müsse man nach der langen Pause erstmal wieder den Rhythmus finden und personell stände es nicht zum Besten. Während Niklas Janzen mit einem Bandscheibenvorfall bis zum Saisonende ausfällt, muss Thomas Fröbel krankheitsbedingt nur dieses Mal zuschauen. „Zwei Ausfälle im Rückraum tun natürlich weh. Nur gut, dass Lennard Voß seine verletzungsbedingten Trainingsrückstand aufgeholt hat und wir auf einen 16er-Kader zurückgreifen können“, erklärt Voßhans.

Kreis Gütersloh (kra). Als die Handballerinnen des TV Verl II im Landesligaspiel beim TV Werne in der 49. Spielminute mit 15:20 in Rückstand gerieten, sahen sie schon wie die sicheren Verliererinnen aus. Nachdem Lina Bartel, Ilka Habig und Alicia Lippmann mit drei Treffern auf Reihe die Partie zu einer 23:22-Führung gedreht hatten, schien die Verbandsligareserve eine Minute vor Schluss sogar noch für beide Punkte in Frage zu kommen. Dass es letztendlich beim Tabellendritten ein 23:23 gab, entsprach indes dem wechselhaften Spielverlauf. Mit jetzt 13:11 Punkten belegen die Verler Reservistinnen, die ihre besten Werferinnen in Karoline Schreck (5/2) und Ilka Habig (4) haben, den 5. Tabellenplatz.

Verl (helm). Die HSG Werther/Borgholzhausen, Schlusslicht der Handball-Verbandsliga, stellt auf den verantwortlichen Positionen bereits die Weichen für die neue Saison. Albert Kreismann (früher TSG Harsewinkel, TV Verl) und aktuell Coach des Landesligisten EGB Bielefeld, wird Nachfolger der ausscheidenden Trainerin Andrea Nobbe. Johnny Dähne (41), aktuell Torhüter bein TV Verl, wird Thomas Bartling (60) und Christoph Wilhelm (52) in der Sportlichen Leitung ablösen. Dähne soll aber nicht nur hinter den Kulissen die Fäden ziehen, sondern auch auf dem Spielfeld aktiv zum Erfolg beitragen. Er wird bei der HSG zusätzlich als Torwarttrainer fungieren und mit Hannes Köhne das künftige Gespann zwischen den Pfosten bilden.

Verl (zog). Gespielt wird nicht, da nach der letztwöchigen Verlegung der Partie gegen Union Halle (auf Samstag, 3. Februar), auch das für heute angesetzte Auswärtsspiel bei Hesselteich-Siedinghausen verschoben wurde. Getan hat sich dennoch eine Menge bei Frauenhandball-Verbandsligist TV Verl, denn Simon Dreier ist nicht mehr Trainer des Tabellensiebten. Stattdessen übernimmt interimsweise Co-Trainer Lars Jogereit bis Saisonende die Mannschaft.

„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, denn wir haben Simon Dreier einiges zu verdanken“, erinnert Uwe Weitzel vom TVV-Abteilungsvorstand daran, dass Dreier „die Mannschaft uneigennützig in einer Phase übernommen hat, in der zu erwarten war, dass er mit einem eher unerfahrenen Kader gegen den Oberligaabstieg spielen wird“. Trotz akribischer Arbeit des Trainers und den Kraftanstrengungen aller sei diese Mission nicht aufgegangen, heißt in einer Mittelung des Vereins.

Verl (zog). Das für den heutigen Samstag um 19 Uhr angesetzte Spiel der Frauenhandball-Verbandsliga zwischen dem TV Verl und der HSG Union Halle findet nicht statt.
Die Gäste hatten um Verlegung gebeten, nicht zuletzt weil einige Spielerinnen Karten für das heutige Spiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Österreich haben. Doch in der im Dezember begonnenen Kommunikation zwischen beiden Vereinen hatte es Schwierigkeiten geben, sodass eine Entscheidung lange nicht offiziell wurde und die Partie noch im Handballportal geführt wird. „Unser Problem bei der Zustimmung bestand darin, einen geeigneten Nachholtermin zu finden“, sagt Uwe Weitzel vom TVV-Abteilungsvorstand.

Der TV Verl, der sich am Samstag in seinem einzigen Vorrundenspiel durch einen 25:22-Erfolg über 60 Minuten gegen die Spvg. Versmold für die Endrunde qualifiziert hatte, verlor das Halbfinale gegen die TSG Harsewinkel mit 7:19. Im Spiel um Platz drei unterlag der Landesligist dem Oberligisten TG Hörste deutlich mit 9:16. Moritz Altenau und Mika Lenz aus der 2. Mannschaft sowie die beiden A-Jugendlichen Paul Vogt und Henri Tigges ergänzten das schmale Verler Aufgebot.

„Es war klar, dass wir mit unserem Mischmaschkader nicht konkurrenzfähig sein würden. Aber es geht immer noch um die Art und Weise“, war TVV-Trainer Robert Voßhans mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit (1:12!) überhaupt nicht einverstanden. „Wenn du vorne Angsthasenhandball spielst, dann kommt da nichts bei rum und es ist klar, dass du Gegenstöße bekommst. Die zweite Hälfte war ein versöhnlicher Turnierabschluss.“

Vier der neun Verler Tore im „kleinen Finale“ erzielte Daniel Schidetzky. Der 22-jährige Linksaußen kündigte am Rande des Turniers an, dass er den TV Verl nach fünf Jahren im Sommer in Richtung Sportfreunde Loxten verlassen wird. „Dass er den nächsten Schritt machen und es in der Oberliga versuchen will, kann ich ihm nicht verübeln“, sagte Robert Voßhans. „Ich sehe in Loxten eine gute Möglichkeit, um mich unter Trainer Thomas Lay weiterzuentwickeln“, begründete Schidetzky seinen Wechsel.

Harsewinkel (zog). Mit Verbandsligist TV Verl ist das klassenhöchste Frauenteam des Viertelfinales in Harsewinkel am Samstag ausgeschieden. „Ich bin stinksauer“, war Trainer Simon Dreier mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden.

In die Bredouille gebracht hatte sich der TV Verl durch ein 9:9-Unentschieden im Auftaktspiel gegen Gastgeber TSG Harsewinkel aus der Landesliga. „Gut gestartet und dann gedacht, es auch mit zehn oder 15 Prozent weniger nach Hause schaukeln zu können“, ärgerte sich Dreier über die mangelnde Einstellung seines weitgehend kompletten Kaders. Damit hatte es das Verler Team aus der Hand gegeben, das Halbfinale am Sonntag aus eigener Kraft zu erreichen. Mit einem 13:5-Sieg über Bezirksligist SF Loxten taten die Verlerinnen anschließend zwar einiges fürs Torverhältnis. „Wir werfen aber erst in der 6. Minute das erste Tor“, passten Dreier die Einstellung und Konsequenz auch gegen den Bezirksligisten nicht. Was sich dann auch rächen sollte, denn im letzten Spiel gewann die TSG Harsewinkel beim 15:7 ebenfalls mit acht Toren Differenz gegen Loxten und zog aufgrund der mehr erzielten Tore zum zweiten Mal in Folge in die Finalrunde am Sonntag in Versmold ein.

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