Handball: Die Verbandsliga-Frauen und Landesliga-Männer präsentieren sich am Samstag dem heimischen Publikum. Die Frauen im Derby.

Von Gregor Winkler

Verl. Es ist Heimspieltag beim TV Verl – der erste nach dem Doppelabstieg. Man darf gespannt sein, ob und wie die Handballfans in die Halle zurückkehren. Die Frauen präsentieren sich erstmal in dieser Saison auf dem Parkett. Die Männer haben mit einem Erfolg am vergangenen Wochenende bereits Lust gemacht auf eine Spielzeit, in der sie sich tabellarisch oben einsortieren wollen.

Frauen-Verbandsliga

Wenn am Samstag um 19 Uhr der Anpfiff zum Spiel der TVV-Verbandsliga-Frauen gegen die Spvg. Hesselteich-Siedinghausen ertönt, muss einiges aus den Köpfen sein. Vieles war deprimierend in der vergangenen Saison. Der Abstieg aus der Oberliga war sicher nur die Folge einer ganzen Reihe von Widrigkeiten. Da war der Abschied von Coach Ruben Voßhans kurz vor Start der Serie. Routiniers hatten das Team zuvor bereits verlassen. Im Abstiegskampf gaben dann junge Hoffnungsträgerinnen ihren Abschied zum Saisonende bekannt. Mit Marie-Sophie Weitzel, Dana Olbina, Charlotte Brüning, Lena Tenzler, Johanna Tölke und Muriel Masur verließen sechs weitere Spielerinnen den Klub. Damit noch nicht genug: Carlotta Busert, zunächst verabschiedet, dann aber zurückgekehrt, entschied sich drei Wochen vor Saisonstart, zur HSG Blomberg-Lippe II zu wechseln.

Verl (zog). Verbandsligaabsteiger gegen den Landesliga-Vizemeister. Zum ersten Heimspiel der neuen Saison in der Landesliga, Staffel 2, empfangen die Handballer des TV Verl am Samstag um 17 Uhr den ebenfalls in der Vorwoche siegreich gestarteten TuS Müssen-Billinghausen aus dem Lipperland in der Dreifachhalle.

Und da nur wenige Meter entfernt das „Verler Leben“ tobt, hoffen die Verler auch von den Kirmesbesuchern auf einigen Zuspruch. Trainer Robert Voßhans hofft zudem, dass er demnächst mehr personelle Alternativen hat als die acht eingesetzten Feldspieler am vergangenen Sonntag. Allerdings fehlt ausgerechnet der urlaubende Routinier Thomas Fröbel, der beim letztlich überzeugenden Auftaktsieg in Senne ein richtig gutes Spiel gemacht hatte.

Handball: Landesligist TV Verl schlägt im ersten Spiel Senne deutlich mit 33:26.

Verl (gwi). Sie wollen nach dem Abstieg aus der Verbandsliga in der neuen Spielklasse nach oben schauen. „Da ist es klar, in welche Richtung das gegen einen Aufsteiger gehen muss“, sagte Robert Voßhans. Ging es auch, denn der Coach des TV Verl siegte mit seinem Team gegen das HT SF Senne mit 33:26 (17:11).

„Es war deutlich, es war souverän, aber schön war es nicht“, fasste Voßhans zusammen. Senne versuchte, mit einer unorthodoxen Spielweise zu überraschen. „Da waren Spielzüge bei, die ich noch nie gesehen hatte. In der Abwehr konnte man kein Konzept erkennen“, grübelte Voßhans.

Seinem Team musste er vorwerfen, sich selbst immer wieder ausgebremst zu haben. Die Verler kassierten acht Zeitstrafen. Profit konnten die Senner daraus aber nicht schlagen. Die Spielstände blieben nach dem 4:5 (8.) immer deutlich zugunsten der Gäste vom TVV.

Verl (zog). Nicht schön, aber souverän; nicht glanzvoll, aber effektiv. Mit einem 33:26 (17:11)-Auswärtssieg beim Aufsteiger und Nachbarn HT SF Senne ist Verbandsligaabsteiger TV Verl am Sonntagabend in die Handball-Landesligasaison 2023/24 gestartet.

„Es war letzten Endes ein verdienter Pflichtsieg, weil wir früh die Kräfteverhältnisse klargestellt haben“, fasste Trainer Robert Voßhans zusammen.
Basierend auf einer soliden Abwehrleistung vor dem guten Torhütergespann Alexander Greitens und Henri Tigges, der in der 48. Minute bei einem Siebenmeter eingewechselt wurde und dann zwischen den Pfosten blieb, spielten sich die Verler nach 18 Minuten eine 12:4-Führung heraus.

Dabei mussten sich die Gäste erst auf die unorthodox agierende 6:0-Abwehr des Mellmann-Teams einstellen. Das gelang mit gewonnen Zweikämpfen dem achtmal erfolgreichen Thomas Fröbel und Bastian Fischedick (5) am besten. „Basti wird heute gut schlafen“, schmunzelte Voßhans, denn der „Halbrechte“ musste 60 Minuten in Abwehr und Angriff durchspielen.

Handball-Landesliga: Absteiger TV Verl hat hart an der Physis gearbeitet. Großer Trumpf ist der eingespielte Kader.


Verl (gwi). Der größte Trumpf des Landesligisten TV Verl dürfte der eingespielte Kader sein. Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga blieb das Team bis auf wenige Ausnahmen unverändert. Mit Alexander Wiese verlor der TVI allerdings seinen Spielmacher. Aber die Mannschaft von Coach Robert Voßhans quälte sich in der Vorbereitung. Die Akteure schufteten so sehr, dass der Übungsleiter feststellen kann: „Auch privat waren alle sehr fleißig. Ich hatte noch nie eine so fitte Truppe.“

Der Trainer wird Spieler mit guter Physis benötigen. Nach Hauen und Stechen und vermehrtem Abstieg in der Verbandsliga kommt in der neuen Spielklasse gleich der nächste kleine Erdrutsch auf die Verler zu: Sechs Teams werden durch die Zusammenlegung von vier auf drei Staffeln am Saisonende absteigen. „Ich finde die Zusammenlegung gut, denn die Liga wird hochwertiger. Wir sind keine Mannschaft, die nach unten gucken muss“, sagt Voßhans mit voller Überzeugung.

Verl (kra). Dass die Handballer des TV Verl in der vergangenen Verbandsliga-Saison Opfer der coronabedingten verschärften Abstiegsregelung geworden sind: abgehakt. Dass in der am Sonntag mit dem Spiel beim HT SF Senne beginnenden Landesligasaison wegen der zum Spieljahr 2024/25 in Westfalen anstehen-den Spielklassenstruktur schon wieder ein Abstieg nahe steht: kein Thema.

„Wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns, einen starken Kader, viel individuelle Qualität, einen hohen Fitnessstand und sind gut eingespielt“, begründet Trainer Robert Voßhans, warum er mit seiner Truppe in die entgegengesetzte Richtung schaut und „einen Platz unter den Top drei“ anpeilt.

Auf Spekulationen, ob die Verler Handballpower sogar zum direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga reichen könnte, lassen sich Voßhans und sein Co-Trainer Matthias Foede allerdings nicht ein. „Ich schätze von den Konkurrenten, vor allem Herford, als sehr stark ein, der letztjährige Vizemeister TuS Müssen-Billinghausen dürfte ebenfalls wieder zu beachten sein. Und was unsere Mitabsteiger TuS Brockhagen, HSG Altenbeken/Buke und die Oberligareserve des TuS 97 draufhaben, ist eine spannende Frage.“

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Der Aderlass nach dem Abstieg aus der Oberliga war zu groß, um in der Frauenhandball-Verbandsliga automatisch zu den Favoriten auf den Wiederaufstieg zu gelten. Doch dass seine Mannschaft erneut um den Klassenerhalt wird kämpfen müssen, das glaubt Simon Dreier auch nicht.
„Wir haben den erneuten Verlust vieler Spielerinnen gut kompensiert“, freut sich der Übungsleiter über die drei externen Neuzugänge genauso wie über die Tatsache, dass sein Team als weiterhin höchste Frauenmannschaft im Südkreis erneut von der guten Jugendarbeit im Verein profitiert.
Allerdings sollen die mit Doppelspielrecht ausgestatteten A-Jugendlichen im Spieljahr 2023/24 nicht mehr ständig doppelt belastet, sprich ständig auch „oben“ eingesetzt werden. „Diesmal hat für diese Spielerinnen die A-Jugend in der Oberliga Priorität“, sagt Dreier. Die Absprache mit deren Trainer Lars Jogereit ist fließend. Denn der in dieser Saison auch wieder als Spieler im Männer-Landesligateam aktive Jogereit ist weiterhin auch Dreiers Co-Trainer.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Von außen betrachtet müssten sie fluchen beim TV Verl: Dank ungünstiger Voraussetzungen (vermehrter Abstieg, Verletzungspech, viele nur knapp verlorne Spiele) unglücklich aus der Handball-Verbandsliga abgestiegen, befindet sich das Team von Trainer Robert Voßhans und „Co“ Matthias Foede gleich wieder in ähnlicher Konstellation.

Weil die Bezirks- und Landesligen zur Saison 2024/25 neu strukturiert werden, steigen aus den zwei Landesligastaffeln annähernd 40 Prozent der Mannschaften ab. In der Verler Staffel 2 bedeutet das, dass es wohl sechs von 14 Teams erwischen wird.

Doch anstatt sich darüber zu grämen und über die abermals gestückelte Spielzeit mit langen Pausen, aber dafür einer Englischen Woche im Mai den Kopf zu schütteln, blicken die Verler entschlossen nach vorn. „Auf keinen Fall wollen wir unten mit hineinrutschen, sondern so wie lange es geht oben mitspielen“, sagt Voßhans. Die Mannschaft selbst habe sich einen Platz unter den Top 3 zum Ziel gesetzt. Voßhans: „Wir sind eingespielt und haben viel individuelle Qualität.“

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