Von Stefan Herzog

Verl (gl). Es gibt Geburtstage, die man nicht vergisst. So wie den von Robert Voßhans, der am Samstag 29 Jahre alt wurde. Denn seine Mannschaft machte dem Trainer des Handball-Verbandsligisten TV Verl am Ehrentag in eigener Halle vor 550 Zuschauern mit dem im zweiten Durchgang verdienten 30:21 (12:16)-Derbysieg über den TuS Brockhagen ein außergewöhnliches Geschenk. Die Frage nach der Stimmung bei der folgenden Weihnachts-, Geburtstags- und Siegesfeier dürfte sich damit erübrigt haben.

Nur noch fünf Tore gelangen den im ersten Durchgang zurecht führenden Gästen nach Wiederanpfiff. Aufgeheizt war die Atmosphäre zwischen den Nachbarn schon vor dem Anpfiff, weil die Gäste, die nach dem freiwilligen Abgang von Timo Schäfers von Lokman Direk, Thorsten Harbert und Felix Meister interimsweise trainiert wurden, das Spiel wegen vieler Ausfälle verlegen wollten.

Am Samstag standen dann doch 16 Namen auf dem Spielberichtsbogen. Und gegen die hatten die Verler so ihre Schwierigkeiten. Weil sie im Abwehrzentrum zu offen waren, kassierten die Gastgeber vom Kreis und aus dem Rückraum zu viele Gegentreffer und gerieten in Rückstand.

Das mit den Gegentreffern änderte sich nach der Pause grundlegend. Weiter im 5:1-Verbund bekam Verl die Mitte mit Thilo Vogler und Raphael Voßhans dicht. Torwart Alexander Greitens fischte sich Ball um Ball. So ging Verl nach der roten Karte (Ellbogeneinsatz) für TuS-Routinier Christan Kalms mit 20:19 in Führung.

Von Dirk Heidemann

Verl. Der vorweihnachtliche Handball-Nachmittag des TV Verl hatte um 13 Uhr begonnen, als Höhepunkt wurde um 19 Uhr das Verbandsliga-Derby der ersten Männermannschaft gegen den TuS Brockhagen angepfiffen. Und das Drehbuch hielt, was es versprach. Passend zum 29. Geburtstag von Trainer Robert Voßhans lieferten die in der zweiten Hälfte wie entfesselt aufspielenden Verler eine Gala ab, gestatteten dem TuS nur noch fünf Treffer und bogen einen 12:16-Pausenrückstand in einen 30:21-Sieg um.

Was war denn drin im Pausentee, Robert Voßhans? „Ein großer Schluck Mut“, antwortete der Coach, Der nämlich fehlte seiner im ersten Durchgang doch sehr nervös agierenden Mannschaft, die gegen eine halbe „Altherren-Truppe“ aus Brockhagen um Thorsten Harbert, Christin Kalms, Philipp Henselewski oder den Ex-Verler Yannick Sonntag selbst ziemlich alt aussah.

Hauptprotagonist auf Seiten der Gäste war indes Julius Uhlmann im linken Rückraum. „Wir waren auf ihn eingestellt, unser Zentrum war aber zu offen und wir sind gegen ihn nicht in den Block gekommen“, sagte Robert Voßhans. In der Halbzeit wurde von ihm daher auch nur die Abwehrarbeit angesprochen. Und siehe da: inklusive einiger Umstellungen kam der TVV wie verwandelt aus der Kabine. „Mit Freddy Trapphoff als Vorgezogenen haben wir mehr Körperlichkeit in unsere 5:1-Deckung gebracht, dadurch haben wir Brockhagen dann den Druck aus den Segeln genommen“, so Robert Voßhans, der zudem seinen Bruder Raphael in den Innenblock beorderte.

Von Gregor Winkler

Es war Corona-Hochphase und niemand wusste so genau, wie mit der Lage umzugehen ist. Die einen wollten nicht spielen, die anderen wähnten sich mit Tests sicher. Der TV Verl und der TuS Brockhagen wurden sich im Januar dieses Jahres nicht einig. Letztlich trat Brockhagen nicht an – die Punkte gingen an Verl. „Ich habe mich später mit Brockhagens Trainer Timo Schäfer ausgesprochen. Aber wenn man die sozialen Netzwerke verfolgt, fällt auf, dass es uns einige Spieler offenbar noch übelnehmen“, sagt Verls Coach Robert Voßhans vor dem Derby.

Coach Schäfer trat überraschenderweise am vergangenen Dienstag in Brockhagen zurück. Er wolle den Weg für neue Impulse frei machen, gab der Trainer an. Vorerst coachen Lokman Direk und Thorsten Habert das Team.

Anders als bei der Spielabsage zu Jahresbeginn, haben beide Mannschaften diesmal Personalsorgen. Bei TVV werden Thomas Fröbel (Adduktorenprobleme), Johannes Dorow, Niklas Janzen (Knieprobleme), Thilo Vogler (Magen-Darm-Infekt) und Johannes Wittenstein eventuell ausfallen. Auch in Brockhagen gibt es Ausfälle. „Die haben noch eine Reserve mit oberligaerfahrenen Spielern in der Hinterhand. Aber ich werde auch sechs Leute haben, die mein Vertrauen genießen“, gibt sich Voßhans kämpferisch.

Verl (zog). Mit dem Verbandsliga-Kreisderby gegen den TuS Brockhagen beendet die erste Männermannschaft des TV Verl den „vorweihnachtlichen Handballtag“ in der Dreifachhalle. TVV-Trainer Robert Voßhans freut sich trotz einiger Sorgen auf dieses Finale.

Dabei ist der Druck nach der Niederlage am Freitag beim TV Isselhorst für die auf Rang acht zurückgefallenen Verler wieder größer geworden. Groß sind auch die personellen Probleme. So wird Thomas Fröbel mit Leistenproblemen länger pausieren müssen. Weil zudem Thilo Vogler und Johannes Dorow (beide krank), Niklas Janzen mit Knieproblemen und Johannes Wittenstein fehlten, wurde nur mit sechs gesunden Spielern trainiert.

„Es ist nicht klar, wer spielen kann. Doch wir haben im zweiten Durchgang in Isselhorst gezeigt, dass wir auch mit wenig Wechseln hohes Tempo gehen können. So bin ich auch bei einem drohenden kleinen Kader erst einmal guter Dinge“, so Voßhans. Die Steigerung im zweiten Durchgang nach der mit 10:17-Toren verlorenen ersten Halbzeit habe das Trainercredo erneut bestätigt, so Voßhans. Dies lautet: „Wir brauchen einen Plan, und wenn wir uns an den halten, dann funktioniert unser Spiel auch.“

Gütersloh (kra). Wer in der Isselhorster Sporthalle gestern Abend angesichts der 17:10-Pausenführung des TVI im Handball-Verbandsligaderby gegen den TV Verl auf ein Schaulaufen in der 2. Halbzeit gehofft hatte, sah sich getäuscht. Durch eine imponierende Leistungssteigerung kämpften sich die Gäste spätestens mit dem Anschlusstreffer zum 19:20 durch Johannes Wittenstein ins Derby zurück.

Das Gute an dieser angesichts der Isselhorster Dominanz zuvor überraschenden Entwicklung: Fortan gab es ein packendes Kampfspiel, in dem die in der Abwehr deutlich zulegenden Verler bis zum 22:23 durch Frederic Trapphoff auf einen Punktgewinn hoffen durften. Danach meldeten sich die Hallenherren allerdings beeindruckend zurück: Angeführt von ihrem herausragenden Rückraumschützen Gian Luca Braunsmann (12/5 Tore) legten sie zum 28:26 (56.) vor und konterten dann auch noch Alexander Wieses achten Treffer zum 27:28 (57.) durch weitere Tore von Braunsmann, der sich im Bild oben gegen Niklas Janzen durchsetzt, und Moritz Lünstroth zum letztlich verdienten 30:27-Erfolg.

Von Stefan Herzog

Gütersloh-Isselhorst (gl). Stimmungsvoll vor etwa 350 Zuschauern, mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten, aber einem dennoch verdienten Sieger: Das Kreisderby in der Handball-Verbandsliga war gestern Abend Werbung für den heimischen Handball. In eigener, gut gefüllter Halle gewann Gastgeber TV Isselhorst, der trotz Dominanz und 17:10-Pausenführung noch einmal in die Bredouille, aber nie in Rückstand geriet, nach 60 doch noch spannenden Minuten mit 30:27 gegen den TV Verl.
Weil sie ihre Körperlichkeit besser ausspielten und sich gegen die zu zaghafte Verler Abwehr nach ausgeglichener Startphase nun ein ums andere Mal durchsetzten, führte das Team von Michael Jankowski erst mit 10:6, dann 13:7, 15:9 und beim Seitenwechsel gar mit 17:10.

„Das war erneut undiszipliniert. Wir wussten, dass sie mit ihrer Rückraumgewalt zum Erfolg kommen wollten und waren zu passiv“, war TVV-Trainer Robert Voßhans mit den ersten 30 Minuten gar nicht zufrieden. Wohl aber nach einer Umstellung auf die 5:1-Abwehrvariante und vier Treffern in Folge durch Frederic Trapphoff mit dem Start in Durchgang zwei. So waren die Gäste gut elf Minuten nach Wiederanpfiff beim 20:19 durch Johannes Wittenstein drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen.

Verl (kra). Die Erleichterung bei den Handballern des TV Verl war am Freitag mit den Händen zu greifen. Mit dem 25:20-Sieg gegen den RSV Altenbögge-Bönen hatte der Handball-Verbandsligist seinen Negativlauf gestoppt und war mit nun 5:7 Punkten zumindest vorerst auf den 5. Tabellenplatz vorgerückt.

„Natürlich tut dieser Erfolg gut“, stellte Robert Voßhans fest. Der Verler Trainer machte auch gleich klar, dass er nicht nur mit dem Ergebnis sondern auch mit der Leistung in diesem hitzigen, von heftig zur Sache gehenden Abwehrreihen geprägten Spiel zufrieden war. „Wir haben nie die Disziplin verloren und uns immer an unseren Matchplan gehalten. Das wurde mit einem ebenso ungefährdeten wie verdienten Sieg belohnt.“

Matchplan, das hieß gegen diese kompakte 6:0-Deckung der Altenbögger mangels Wurfgewalt aus der 2. Reihe das Spiel auseinanderzuziehen, um Torerfolge über die Außen, durch Durchbrüche und nach Kreisläuferanspielen erzielen zu können.

Verl (gl). Aufatmen beim TV Verl: Mit dem 25:20-Sieg gegen den RSV Altenbögge-Bönen verbesserte sich der Handball-Verbandsligist gestern Abend auf 5:7 Punkte und stellte den Anschluss ans Tabellenmittelfeld her.

Ausschlaggebend in der hektischen, von zwei sehr aggressiven Abwehrreihen bestimmten Partie war ein Zwischenspurt vom 17:15 (38.) zum 22:15 (54.). „Da sind wir cool geblieben“, freute sich Robert Voßhans über die konzentrierten Angriffsabschlüsse in dieser Phase. Überhaupt war der Verler Trainer mit seiner Truppe zufrieden. „Wir sind immer diszipliniert geblieben und haben den Matchplan, über die Außen und den Kreis zu spielen sowie den Durchbruch zu suchen, gut umgesetzt.“

Nein, der TV Verl erwischte wieder keinen guten Start und brauchte für die ersten beiden Tore durch seinen Rechtsaußen Marcel Erichlandwehr sieben Minuten. Aber, anders als bei den Niederlagen in den Spielen gegen Hörste und Ahlen zuvor, fing sich die Mannschaft dieses Mal nur einen 3:4-Rückstand ein. Denn die 6:0-Abwehr der Gastgeber stand von der ersten Minute an sicher und erzwang etliche Ballverluste bei den Gästen. Auch wenn im Angriff nicht alles gelang, gingen die Hausherren mit einer 12:9-Führung in die Kabine.

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