Verl (zog). Achtbar verkauft haben sich die aus der Oberliga abgestiegenen Handballerinnen des TV Verl am Samstag im drittletzten Saisonspiel beim SV Teutonia Riemke.

Mit nur neun und darunter noch drei angeschlagenen Feldspielerinnen angereist, bot das Team von Simon Dreier bei der 25:32 (14:20)-Niederlage in Bochum eine über weite Strecken sehr ordentliche Leistung.

Mit einer offensiv ausgerichteten 4:2-Deckungsvariante überraschte das TVV-Team die Gastgeberinnen und eroberte sich Bälle, die konsequent zu Gegenstoßtoren genutzt wurden. So blieben die Gäste bis zum 12:11 (20. Minute) auf Tuchfühlung. Als Dreier, dem keine „gelernte“ Linksaußen zur Verfügung stand, umstellen musste, ging die Struktur in der Abwehr verloren. Nun kassierte die Verlerinnen Konter und insgesamt sieben Gegentreffer in Folge zum 19:12 für Riemke.

Frauenhandball: Der Oberligist verliert diesmal ohne seine A-Jugendlichen.

Verl (gwi). Die Bilanz bleibt ernüchternd. Die Handballerinnen des TV Verl haben in der Oberliga-Abstiegsrunde bisher lediglich ein mageres Pünktchen erspielt – zu wenig, um die Klasse zu halten. In der drittletzten Partie der Saison gab es bei Teutonia Riemke eine 25:32 (14:20)-Niederlage.

Diesmal gab es allerdings einen Grund für die Schlappe – einen besonders guten. Weil die weibliche A-Jugend, aus der etliche Spielerinnen gleichzeitig im Kader der ersten Mannschaft stehen, am Sonntag in der Qualifikationsrunde zur A-Jugend Oberliga antrat, ließ Coach Dreier seine Talente am Samstag zu Hause. Nur Torfrau Ece Gencer stand zwischen den Pfosten – und war sogar die einzige Keeperin im kleinen TVV-Aufgebot. „Ece hat super gehalten. Aber von unseren neun Feldspielerinnen waren Nele Fortmeier, Marie-Sophie Weitzel und Leni Hermann auch noch angeschlagen“, fasste Dreier die Lage zusammen.

Verl (zog). Wenn der HC TuRa Bergkamen heute im Nachholspiel der Frauenhandball-Oberliga beim TuS Brockhagen punktet, hat sich für den TV Verl alles Rechnen erledigt, ist der Abstieg in die Verbandsliga besiegelt.

Am Samstag verlor das Team von Trainer Simon Dreier mit 23:34 (13:16) beim TVE Netphen, der damit die letzten nötigen Punkte für den Klassenerhalt perfekt machte. „Ich habe aber keine Zweifel, dass wir die Serie nicht vernünftig zu Ende bringen, weil die Stimmung in der Mannschaft gut ist. Und im nächsten Jahr blasen wir zur Attacke“, sagte Dreier und fügte dann etwas leiser „Mal gucken“ hinzu.

In dieser Spielzeit war die Unerfahrenheit und Unsicherheit im jungem Verler Team zu groß, um auf höchster westfälischer Ebene mitzuhalten. So auch in Netphen: „Es hat die erwachsenere, abgeklärtere Mannschaft gewonnen“, sah Dreier, dass sein Team bis zur 40. Minute mithielt und dann die Struktur verlor. Zudem verletzte sich Marie-Sophie Weitzel am Daumen.

TVV: Esken/Gencer – Dargel (1), Weitzel (3), Olbina (2), Masur, Fortmeier (2), Hölz (1), Foede (11/6), Pepping (2), Busert (1)

Kreis Gütersloh (kra). Die Handballerinnen des TV Verl II haben sich mit einem 21:16-Sieg gegen die HSG Rietberg/Mastholte die Vizemeisterschaft in der Landesliga hinter der Ahlener SG gesichert. Das Team von Trainer Lars Rehage konnte sich nach der 11:10-Pausenführung auf seine oberligaerfahrenen Spielerinnen Lara Blumenfeld (6 Tore), Jasmin Zimmermann (4) und Ilka Habig (4) verlassen, die nach dem 15:14 (40.) alles klare machten. este Werferin der Gäste war Jenniffer Wieck (4).

Während die Verlerinnen die Saison am Samstag mit dem Spiel in Hamm beendet, hat der Tabellendritte Rietberg (21:13 Punkte) den Wiedenbrücker TV (16:18) zu Gast. Die 28:30-Niederlage des Rangsiebten (16:18) beim HTSF Senne konnte auch Elisa Fisahn mit zehnt Treffern nicht verhindern.

Handball: Ziel der Oberligafrauen des TV Verl ist es noch, die Rote Laterne abzugeben.

Verl (gwi). Jetzt ist das Thema wohl doch durch. Klar könnten die Verler Handballfrauen theoretisch noch sechs Punkte und den besseren direkten Vergleich gegen Bergkamen holen, was zum Nichtabstiegsplatz sechs reichen könnte, doch nach dem jüngsten Auftritt gegen den TVE Netphen bräuchten die Oberliga-Schützlinge von Coach Simon Dreier dafür ein gigantisches Handballwunder.

Mit einem 34:23 (16:13) zertrampelten die Siegerländer das vielleicht letzte zarte Pflänzchen der Verler Hoffnung. Kein einziges Mal, abgesehen vom 1:1, waren die Ostwestfalen mit ihrem Gegner auf Augenhöhe. Ab dem 22:16 (39.) brachen die Dämme endgültig. „Bis dahin waren wir aber noch gut im Spiel. Dann kamen technische Fehler und unser kleines Aufgebot, aus dem sich Marie-Sophie Weitzel auch noch verletzt hatte, wirkte sich negativ aus“, erklärte Dreier.

Verl (zog). Es gibt Auswärtsfahrten und es gibt Auswärtsreisen. Um heute pünktlich beim TVE Netphen im Siegerland anzutreten, hat Frauenhandball-Oberligist TV Verl dreieinhalb Stunden Fahrtzeit eingeplant. Die gesperrte Rahmedetalbrücke auf der A45 lässt grüßen. Lange Fahrt, kleiner Kader. Weil Pia Dreier, Lena Tenzler, Charlotte Brüning, Ellen Poon und Olivia Mersch aus den unterschiedlichsten Gründen von Kommunion bis Verletzung fehlen, sind die Alternativen auf der Bank für Trainer Simon Dreier rar.

Das Hinspiel endete Anfang März 28:28. Mit einem Sieg kann die Rumpfmannschaft noch einmal ein Signal senden, denn bei acht zu vergebenen Punkten ist der Klassenerhalt theoretisch noch möglich.

„Aber in Netphen wird ohne Harz gespielt, da hängen die Trauben noch höher“, weiß Dreier. Gut möglich also, dass auf der langen Rückfahrt keine Punkte im Reisegepäck sind.

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Im Verler Frauenhandball endet eine Ära. Denn nach dem Aufstieg in der Spielzeit 1994/95 kehren die Nachfolgerinnen des einstigen HC Verl nach fast 30 Jahren in der Oberliga oder sogar höher wieder in die Verbandsliga zurück – auch wenn bei vier ausstehenden Partien in der Oberliga-Abstiegsrunde theoretisch noch der vier Punkte entfernte viertletzte Tabellenplatz erreicht und damit die Klasse gesichert werden kann.

Doch nach der 21:34 (10:15)-Heimniederlage gegen Teutonia Riemke tun die Verantwortlichen nicht nur gut dran, sondern sind bereits dabei, für die Verbandsliga zu planen. Denn auch wenn ein glanzvoller Abschnitt endet, müssen damit ja nicht die Lichter des in der Regionalliga (2006/07) sowie in den Drittligajahren 2010/11 und 11/12 sogar an den Toren der Bundesliga schnuppernden Leistungshandball im Frauenbereich ausgehen.

Auch im vorletzten Heimspiel der sich bis zum 21. Mai hinziehenden Saison erwies sich das sehr junge Team (lediglich Torfrau Judit Esken wurde vor den 2000er-Jahren geboren) nur phasenweise als konkurrenzfähig. Mit einer gut auf Riemkes Haupttorschützin eingestellten Abwehr hielt das Team von Trainer Simon Dreier bis zum 1:3 in der 9. Minute den Anschluss zu den Gästen. In der folgenden Auszeit sprach Dreier („Nehmt euch doch die freien Würfe, so ist das Angsthasenhandball“) die Defizite im Angriff. Auch dank guter Torhüterleistung von Ece Gencer (und auch Esken im zweiten Durchgang) hielten die Verlerinnen bis zum 4:8 durch Hannah Hölz Anschluss, gerieten dann deutlich mit 6:14 ins Hintertreffen.

Verl (zog). Ob es nun der letzte Strohhalm ist, oder auch bei einer Niederlage noch eine Chance auf den Klassenerhalt bestünde, interessiert Simon Dreier, Trainer des Frauenhandball-Oberligisten TV Verl, vor der heutigen Partie gegen Westfalenpokalsieger SV Teutonia Bochum-Riemke wenig.


„Es ist ein Heimspiel, und wir setzen alles daran, es zu gewinnen. Aber ich werde da nicht den großen Druck aufbauen“, sagt Dreier. Die Favoritenrolle ist klar vergeben, denn das TVV-Team belegt in der Abstiegsrunde den letzten Platz mit 5:17-Punkten, Riemke dagegen hat als Vierter (13:7-Zähler) realistische Aussichten auf den Klassenerhalt.

Bei aktuell vier Zählern Rückstand auf Platz fünf ist der Ligaerhalt für die Verlerinnen weiter möglich. „Aber wenn wir verlieren, wird es schon sehr theoretisch und schwer. Es werden halt immer weniger Spiele“, sagt Dreier.

Das Abstiegsszenario schwebte nach den so kurzfristigen wie unerwarteten Entwicklungen im August seit Saisonstart über dem Projekt mit der sehr jungen Mannschaft. Denn Ruben Voßhans nahm die Trainerchance bei der HSG Blomberg Lippe II wahr und mit Nina Strothmeier und Fabienne Thiele taten es ihm zwei Spielerinnen gleich. Zudem verließen Chiara Zanghi, Tabea Werneke, Michaela Hillebrandova, Kim Wienböker Michelle Osmers und Lara Blumenfeld (zweite Mannschaft) den Verein.

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