Verl (kra). Nach dem 20:20 gegen Union Halle wusste Lars Jogereit am Samstag nicht so recht, wie er sein Debüt auf der Trainerbank der Verler Verbandsliga-Handballerinnen einordnen sollte. „Vor dem Spiel hätte ich ein Unentschieden gegen den Tabellenfünften ohne zu zögern genommen“, sagte der Nachfolger von Simon Dreier. „Aber wenn du deine 14:9-Pausenführung schon zum 18:10 in der 35. Minute ausbaust, dann willst du natürlich mehr.“

Dass er letztlich mit seinem Einstand „unter dem Strich zufrieden“ war, begründete Jogereit auch mit der wilden Schlussphase. Tatsächlich war, nachdem Karoline Scheck zum 20:20 ausgeglichen hatte, beim hin und her in den letzten vier Minuten und 17 Sekunden kein Treffer mehr gefallen. „Kommt es ganz dumm für uns, stehen wir am Ende sogar mit leeren Händen da“, räumte der 25-Jährige ein. „Dann bauen wir lieber auf diesem Unentschieden auf, zumal wir mit 10:10 Punkten weiter ein ausgeglichenes Konto haben und im Tabellenmittelfeld bleiben.“

Verl (zog). Spieler der ersten Mannschaft, Trainer der weiblichen Oberliga-A-Jugend und jetzt bis Saisonende vom „Co“ zum Cheftrainer des Frauen-Verbandsligateams aufgestiegen: Bis zum Mai dürfte wohl kaum ein Wochentag vergehen, in dem Lars Jogereit nicht in Sachen Handball in der Verler Sporthalle aktiv ist.

Nach der Trennung von Simon Dreier zeichnet der 25-Jährige im heutigen Heimspiel um 19 Uhr erstmals allein für die Geschicke des Frauenteams verantwortlich. Gegner in der aufgrund eines Futsalturniers von der Dreifachhalle in die Halle 3 verlegten Partie ist Kreiskonkurrent und Tabellennachbar HSG Union Halle. „Wir sind Siebter mit ausgeglichenem Punkteverhältnis, Halle ist zwei Plätze und drei Punkte besser. Also eine sportlich herausfordernde, aber keine dramatische Ausgangssituation. Doch wir tun gut daran, uns ordentlich zu verkaufen“, setzt der Trainer dabei auf eine (leicht umgestellte) sichere Abwehr als Grundlage für einfache Tore. „Denn, dass wir im Positionsspiel nicht unsere Stärke haben, wird sich bis nach Halle herumgesprochen haben“, so Jogereit, der demnächst von einem Co-Trainer unterstützt wird.

Frauenhandball
Verl (kra). Die Verlegung der Spiele gegen den Tabellenfünften Union Halle (12:8 Punkte) auf den heutigen Samstag und bei der SpVg Hesselteich (9:11) auf den 17. März haben Lars Jogereit gut in den Kram gepasst. Denn so hatte der neue Trainer des TV Verl (9:9 Punkte) zwei Wochen länger Zeit, um beim Tabellensiebten der Frauenhandball-Verbandsliga „an ein paar Stellschrauben“ zu drehen. „Wir haben die Abwehrarbeit etwas umgestellt“, berichtet der Nachfolger von Simon Dreier. Außerdem wünsche er sich „ein etwas schnelleres Umschaltspiel mit sichereren Pässen“.

Um den Rangsiebten möglichst schnell zum Klassenerhalt zu führen, war der 25 Jahre alte Lehramtsstudent die logische Wahl, als sich der Abteilungsvorstand angesichts stagnierender Leistungen zu einem Trainerwechsel entschlossen hatte, um neue Impulse zu setzen. Denn als Coach der in der Oberliga spielenden Verler A-Mädchen, von denen einige parallel bei den Frauen eingesetzt werden, kennt er die Mannschaft eh genau. „Das Training der beiden Teams noch weiter zu verzahnen“, war denn auch eine nahe liegende Konsequenz.

Verzichten muss Jogereit bei seinem Debüt gegen Halle nicht nur auf die verletzten Marie Foede, Franzi Leers und Sina Peeping sowie die beruflich verhinderte Tessa Henkenjohann. Mit Pia Dreier, der Gattin seines Vorgängers, hat sich eine erfahrene Spielerin abgemeldet.

Verl (zog). Gespielt wird nicht, da nach der letztwöchigen Verlegung der Partie gegen Union Halle (auf Samstag, 3. Februar), auch das für heute angesetzte Auswärtsspiel bei Hesselteich-Siedinghausen verschoben wurde. Getan hat sich dennoch eine Menge bei Frauenhandball-Verbandsligist TV Verl, denn Simon Dreier ist nicht mehr Trainer des Tabellensiebten. Stattdessen übernimmt interimsweise Co-Trainer Lars Jogereit bis Saisonende die Mannschaft.

„Diese Entscheidung haben wir uns nicht leicht gemacht, denn wir haben Simon Dreier einiges zu verdanken“, erinnert Uwe Weitzel vom TVV-Abteilungsvorstand daran, dass Dreier „die Mannschaft uneigennützig in einer Phase übernommen hat, in der zu erwarten war, dass er mit einem eher unerfahrenen Kader gegen den Oberligaabstieg spielen wird“. Trotz akribischer Arbeit des Trainers und den Kraftanstrengungen aller sei diese Mission nicht aufgegangen, heißt in einer Mittelung des Vereins.

Verl (zog). Das für den heutigen Samstag um 19 Uhr angesetzte Spiel der Frauenhandball-Verbandsliga zwischen dem TV Verl und der HSG Union Halle findet nicht statt.
Die Gäste hatten um Verlegung gebeten, nicht zuletzt weil einige Spielerinnen Karten für das heutige Spiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Österreich haben. Doch in der im Dezember begonnenen Kommunikation zwischen beiden Vereinen hatte es Schwierigkeiten geben, sodass eine Entscheidung lange nicht offiziell wurde und die Partie noch im Handballportal geführt wird. „Unser Problem bei der Zustimmung bestand darin, einen geeigneten Nachholtermin zu finden“, sagt Uwe Weitzel vom TVV-Abteilungsvorstand.

Harsewinkel (zog). Mit Verbandsligist TV Verl ist das klassenhöchste Frauenteam des Viertelfinales in Harsewinkel am Samstag ausgeschieden. „Ich bin stinksauer“, war Trainer Simon Dreier mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden.

In die Bredouille gebracht hatte sich der TV Verl durch ein 9:9-Unentschieden im Auftaktspiel gegen Gastgeber TSG Harsewinkel aus der Landesliga. „Gut gestartet und dann gedacht, es auch mit zehn oder 15 Prozent weniger nach Hause schaukeln zu können“, ärgerte sich Dreier über die mangelnde Einstellung seines weitgehend kompletten Kaders. Damit hatte es das Verler Team aus der Hand gegeben, das Halbfinale am Sonntag aus eigener Kraft zu erreichen. Mit einem 13:5-Sieg über Bezirksligist SF Loxten taten die Verlerinnen anschließend zwar einiges fürs Torverhältnis. „Wir werfen aber erst in der 6. Minute das erste Tor“, passten Dreier die Einstellung und Konsequenz auch gegen den Bezirksligisten nicht. Was sich dann auch rächen sollte, denn im letzten Spiel gewann die TSG Harsewinkel beim 15:7 ebenfalls mit acht Toren Differenz gegen Loxten und zog aufgrund der mehr erzielten Tore zum zweiten Mal in Folge in die Finalrunde am Sonntag in Versmold ein.

Handball: Lutz Wilhelm hadert nach der knappen Halbfinalniederlage seiner TSG Harsewinkel. Für Simon Dreier und seinen TV Verl ist sogar schon nach der Vorrunde Schluss.

Versmold (dh). Sie waren dicht dran, am Ende aber hat es für die Handballerinnen der TSG Harsewinkel nicht zum Einzug ins Finale gereicht. Im Halbfinale unterlag der Landesligist dem Verbandsligisten HSG Werther/Borgholzhausen mit 10:12. „Es kotzt mich richtig an. Wir verschlafen den Anfang, kämpfen uns dann heran, belohnen uns aber nicht“, ärgerte sich TSG-Trainer Lutz Wilhelm.

Nach einem 2:7-Rückstand hatte die TSG fünf Minuten vor Schluss zum 9:9 ausgeglichen. „Anstatt dann in Führung zu gehen, erlauben wir uns zwei Fehlwürfe und kassieren zwei Gegenstöße“, haderte Lutz Wilhelm, der Konzentrationsmängel monierte. „Wenn so eine Konstellation da ist, dann sollte man auch das Finale mitnehmen.“

Im Spiel um Platz drei gegen die SpVg. Hesselteich-Siedinghausen „haben wir uns dann richtig stark verkauft“, gab der Harsewinkeler Coach nach dem 11:15 (5:7) zu Protokoll. Sabrina Laumann erzielte dabei acht Tore. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, lobte Lutz Wilhelm trotz der Niederlage gegen den Verbandsligisten. Am Sonntag war die TSG Harsewinkel nur mit neun Spielerinnen nach Versmold gereist, nachdem sich Laura Studt eine Halswirbelverletzung zugezogen hatte.

Ahlen/Verl (zog). „Dreckig mit einem Tor gewonnen“, beschrieb Trainer Simon Dreier den dennoch verdienten 21:20 (11:10)- Auswärtssieg über die Ahlener SG, mit dem Frauenhandball-Verbandsligist TV Verl eine Durststrecke von drei Niederlagen beendete und das Punktekonto zum 9:9 ausglich.

„Wir haben uns das Leben selbst schwergemacht, weil wir nach 15:11-Führung in der 44. Minute die Ordnung verlieren“, sah Dreier Ballverluste und individuelle Fehler. Doch, und das ist ein großer Fortschritt, glaubt das Team mittlerweile an sich und kämpft. „Spielerisch war das nichts für Ästheten, aber auch schlechtere Phasen werfen uns nicht mehr um“, so Dreier.

Beispiel Schlussphase. Da lassen die Verlerinnen nach dem 22:21 durch die (wie auch Mira Dargel) gute Kreisläuferin Nele Fortmeier, den Gegner 40 Sekunden vor Abpfiff in Ballbesitz kommen. Doch Ahlens letzten Angriff verteidigen sie so gut, das es zu keinem Torwurf kommt. „Wenn wir die Struktur besser halten und selbstbewusster werden, bin ich zufrieden“, bilanziert Dreier die erste Saisonhälfte.

TV Verl: Gencer – Dargel, Hermann, Meierfrankenfeld, Mersch (4), Dreier (2), Fortmeier (2), Hölz, Korek (6/5), Pepping (3), Scheck (5/2)

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