Verl (gwi). „Eine Pause ist so langsam auch gewünscht“, hatte Robert Voßhans nach einer holprigen und unregelmäßigen Saison schon gesagt. Der vorzeitig feststehende Abstieg seiner Schützlinge scheint deren Spielfreude allerdings noch einmal angefacht zu haben. Beim 28:16 (14:7)-Erfolg gegen Mitabsteiger TuS Brockhagen stellte sich durchaus die Frage, ob die Verler jetzt ohne Druck groß aufspielen oder die Brockhäger sich aufgegeben haben.

„Von beidem ein bisschen“, meinte Voßhans. Er hatte sein Team von Beginn an in einer 3:3-Abwehrformation aufgestellt, „um die gleich richtig zu nerven“. Dem wurfgewaltigen, aber eben weniger beweglichen Rückraum der Gastgeber schmeckte das tatsächlich nicht. „Und die paar Mal, die sie durchgekommen waren, hat Fabian Stroth gut gehalten“, ergänzte der Coach.

Trotz einiger technischer Fehler wurde es ein Start-Ziel Sieg. Voßhans lobte: „Wir hatten mehr Bock und die bessere Einstellung.“

TV Verl: Greitens/Stroth – Griese (2), Fischedick (3), Trapphoff (3/3), Dorow (2), Schidetzky (6), Janzen (1), Erichlandwehr, Wiese (6), Jürgenlimke (3), Ra. Voßhans (1), Voss (1), Fröbel, Vogler.

Verl (zog). Im Dezember-Hinspiel feierte der TV Verl den deutlichen 30:21-Derbysieg über den TuS Brockhagen und den 29. Geburtstag von Trainer Robert Voßhans. Wenn die Verler heute um 19.15 Uhr in der Rückrunde beim Kreisrivalen antreten, gibt es für beide wenig zu feiern, denn Verl steht zwei Spieltage vor Saisonende genauso als Absteiger aus der Handball-Verbandsliga fest wie Gastgeber Brockhagen.

Dazu passt, dass Voßhans (grippaler Infekt) noch nicht weiß, ob er auf der Bank sitzen wird. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus Verl, denn Lennart Voss, einer von zwei Spielern, deren Zusage fürs kommende Landesligajahr noch ausstand, wird trotz einiger Offerten beim TVV bleiben. „Er war selbst nicht zufrieden mit seiner Saisonleistung und hat Bock, den Abstieg zusammen mit den Jungs auszubügeln“, freut sich der Trainer.
Voßhans ist aber auch klar, dass einige Spieler nun noch Anfragen höherklassig aktiver Vereine erhalten dürften.

Nach der 19:24-Derbyniederlage gegen den TV Isselhorst ist der TVV vorzeitig aus der Verbandsliga abgestiegen. Isselhorst steigert seine Chancen auf den Klassenerhalt.

Von Gregor Winkler

Verl. Trotz einer frustrierenden Ausgangslage, weil beide Team im Abstiegskampf steckten, wurde es ein echtes Derby. Ein Schlagabtausch vor toller Kulisse mit kleinen Überraschungen, großen Emotionen, viel Kampf und einem verdienten Sieger. Das Fazit: der TV Verl ist mit der 19:24 (8:14)-Niederlage gegen den TV Isselhorst sicher aus der Verbandsliga abgestiegen.

Für die Gastgeber in der Verler Dreifachhalle war die Ausgangslage klar: Nur mit einem Sieg hätte man ein kleines Fünkchen Hoffnung am glimmen halten können. „Jetzt ist endlich ein Haken dran“, kommentierte Verls Routinier Thomas Fröbel die Niederlage und es klang fast ein bisschen erleichtert. Und überraschend kam noch hinterher: „Es hat heute großen Spaß gemacht vor dieser Kulisse. Das war noch einmal richtig Derby.“

Von Stefan Herzog

Verl (gl). Kampf, gute Stimmung auf der mit 500 Zuschauer stark besetzten Tribüne und ein klarer Sieger TV Isselhorst prägten gestern Abend das Kreisderby in der Handball-Verbandsliga.

Die Gäste gewannen deutlich mit 24:19 (14:8) beim TV Verl. Eine im Vergleich zur Vorwoche völlig veränderte, weil entschlossene, zunehmend selbstbewusste und ihre Möglichkeiten nutzende Isselhorster Mannschaft setzte sich zur Pause auf 14:8 ab. Stark anfangs Kreisläufer Jonas Wieneke, dann kamen zunehmend der Rückraum und auch der gute Marvin Gregor auf der linken Seite auf Touren.

Die Gastgeber dagegen brachten sich nach gutem Start mit zwei Fröbel-Toren durch vier vergebene Chancen (zweimal Schidetzky, einmal Dorow und ein vergebener Siebenmeter) in eine spürbare Verunsicherung. Trainer Robert Voßhans wechselte sowohl personell als auch die Abwehrformation auf ein zeitweiliges 2:4.

Der zweite Durchgang, in dem wieder die Verler den besseren Start erwischten und beim 13:16 durch Thilo Vogler (38.) noch einmal hoffen durften, entwickelte sich zum Duell der Torhüter: Da waren der Verler Fabian Stroth und Kevin Körtner auf TVI-Seite gleichwertig und jeweils überragend. Gleich ob von der Marke, ob beim Gegenstoß, vom Kreis oder von Außen.

Handball: Die beiden abstiegsbedrohten Verbandsligisten TV Verl und TV Isselhorst treffen sich am heutigen Freitag zum wohl vorerst letzten Derby.

Von Gregor Winkler
Kreis Gütersloh. Mathematik gilt allgemein als emotionslose Wissenschaft. Alles ist logisch, folg unverrückbaren Gesetzen. An den letzten Spieltagen der aktuellen Handballsaison ist Mathematik das Mittel, um das vorher zu berechnen, was nicht so richtig berechnet werden kann. Aber man kann es ja mal versuchen.

Vor dem Derby der beiden Verbandsligisten des Südkreises – TV Verl und TV Isselhorst – am heutigen Freitag (20.15 Uhr, Verl) ist die Ausgangslage für die gastgebenden Verler einfach: Nur wenn sie jedes ihrer drei noch zu absolvierenden Spiele gewinnen, haben sie eine Chance, den Relegationsplatz sieben zu erreichen. Mehr ist überhaupt nicht drin. Holt der TV Isselhorst in seinen ebenfalls noch drei zu spielenden Partien einen Punkt, ist Verl abgestiegen.

Für die Isselhorster gilt, dass sie mit drei Siegen noch auf den sicheren sechsten Platz springen können. Dafür muss die ASG Senden mindestens eine ihre beiden Partien verlieren. Senden spielt noch gegen Tabellenführer TG Hörste und den Zweiten Ahlener SG II.

Von Stefan Herzog

Verl/Gütersloh (gl). Das übliche, und an sich ja schön-prickelende Derby-Geplänkel spielt heute Abend keine Rolle. Die Tatsache, dass beide dringend Punkte im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga brauchen, steht klar im Vordergrund, wenn um 20.15 der TV Verl den TV Isselhorst empfängt.

Für die Gastgeber geht es dabei um die letzte, nur noch sehr theoretische Chance, noch den aktuell vom TVI belegten siebten Platz und damit die Abstiegsrelegation zu erreichen. „So lange noch etwas möglich ist, werden wir alles dafür tun“, sagt TVV-Trainer Robert Voßhans. In den vergangenen vier Wochen ohne Punktspiel haben die Verler durchtrainiert, mit teils vermindertem Umfang und nicht immer in voller Besetzung. So hat Lennart Voss mit einer Daumenverletzung 14 Tage pausiert und erst am Mittwoch wieder an den Ball gepackt. Bei Thomas Fröbel hofft der Trainer zumindest auf Entlastungseinsätze.

Verl (zog). Die Handballabteilung des TV Verl muss sich mit dem Doppelabstieg seiner beiden Flaggschiffe auseinandersetzen. Denn genau wie das spielfreie Frauenteam in der Oberliga haben auch die von Robert Voßhans trainierten Männer in der Verbandsliga im Grunde keine Chance mehr auf den Klassenerhalt.

Am Freitagabend verloren die Verler ihr Nachholspiel beim HC TuRa Bergkamen mit 24:34 (11:14). In drei noch ausstehenden Spielen kann die Mannschaft den Fünf-Punkte-Rückstand auf den Kreisrivalen TV Isselhorst zwar mit geringer theoretischer Restwahrscheinlichkeit noch aufholen: Doch aufgrund der prekären Situation in der dritten Liga mit bereits drei feststehenden Absteigern aus Westfalen, müssten laut neuester Information des westfälischen Handballverbandes (HVW) auch die jeweils Siebtplatzierten der Verbandsliga ohne Relegation in die Landesliga runter, wenn denn auch der vierte Drittliagaabsteiger aus Westfalen käme. Auch Isselhorst kann damit sicher nur für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga planen, wenn das Team sich noch um einen Platz nach vorn arbeitet.

Handball: Verbandsligist TV Verl kann nach der jüngsten Niederlage nur noch in einem sehr theoretischen Konstrukt die Klasse halten.

Verl (gwi). Was ist eigentlich reißfester: der seidene Faden, an dem das eigene Schicksal hängt, oder der letzte Strohhalm, nach dem man verzweifelt greift? Im Fall des TV Verl tendiert die Widerstandskraft beider Materialien nach der 24:34 (11:14)-Niederlage gegen TuRa Bergkamen zu der eines Spuckefadens, an dessen Ende jener Tropfen baumelt, der das Abstiegsfass endgültig zum Überlaufen bringen wird.

Das heißt in Zahlen: nur wenn der TVV seine drei noch ausstehenden Spiele gewinnt und gleichzeitig der TV Isselhorst sämtliche vier noch zu spielenden Partien – darunter das Derby gegen Verl – verliert, kann das Team von Trainer Robert Voßhans noch auf den Relegationsplatz sieben der Verbandsliga klettern. Und ob der dann überhaupt in eine Hoffnungsrunde führt, entscheidet sich in der 3. Liga, in der das Team HandbALL Lippe II als Viertletzter ebenfalls um den Klassenerhalt spielen muss. Misslingt das, steigen ohnehin alle Tabellensiebten der Verbandsligen ab.

Social Media

Dein Outfit

TV Verl von 1912 e.V.

Unsere Handballer sind Teil des
TV Verl v. 1912 e.V.

Mit über 3.000 Mitgliedern und etwa 30 verschiedenen Sportarten ist der TV Verl der größte Sportanbieter in Gütersloh.

Informationen zum umfangreichen Angebot des Gesamtvereines findet ihr auf der Vereinshomepage www.tv-verl.de

Ausbildungsportal

Service für Schüler bei der Suche nach Ausbildungsplätzen

Jobbörse

An dieser Stelle weisen wir auf
aktuelle Stellenangebote unserer
Partner hin (Klick auf Logo)

 

Aktuelle Besucher

Aktuell sind 54 Gäste und keine Mitglieder online

Zum Seitenanfang