Sicher ist bereits, dass die Tabellenvorletzten der beiden Verbandsliga-Staffeln nicht direkt absteigen, sondern ein Relegationsspiel um den Klassenerhalt bestreiten werden. Aktuell nimmt der TV Verl in der Staffel 1 diesen Platz ein, punktgleich mit Schlusslicht HSG Hüllhorst. Beide Teams treffen morgen Abend in Hüllhorst (Anwurf 19.15 Uhr) aufeinander. »Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel«, sagt TVV-Trainer Hubertus Neuhaus, der bei drei Zählern Rückstand auf Porta Westfalica auch den direkten Ligaverbleib noch nicht abgeschrieben hat.

Zunächst einmal liegt der Fokus aber klar auf der Partie in Hüllhorst. »Es macht überhaupt keinen Sinn, hin und her zu rechnen. Das ist der falsche Ansatz. Wenn wir in Hüllhorst verlieren, hilft uns das alles nicht weiter«, sagt der Coach, der zu Beginn der Woche noch arg an der bitteren 24:26-Heimpleite gegen Hahlen zu knabbern hatte. »Wir hatten nicht unseren besten Tag und die Schiedsrichterleistung hat uns in den letzten zehn Minuten auch nicht weitergeholfen. Dennoch hat nicht die bessere, sondern die abgezocktere Mannschaft gewonnen«, blickt Neuhaus zurück.

Von unserem Redaktionsmitglied STEFAN HERZOG

Verl (gl). Aufgebrachte Fans und Funktionsträger des TV Verl an der Tribünenbrüstung, enttäuschte Spieler auf der Bank: Auf dem Hallenboden hockte Torwart Patrick Schmidt und nahm den Kopf immer wieder in beide Hände. Nach der 24:26 (10:13)-Heimniederlage gegen den TSV Hahlen sah es in der Verler Dreifachhalle nach Abstieg aus der Handball-Verbandsliga aus.

Doch das Team von Trainer Hubertus Neuhaus hat in den drei verbleibenden Saisonspielen weiter die Chance, auch 2018/19 in der fünfthöchsten Klasse zu spielen. Die Schlinge hat sich allerdings merklich zugezogen.

Für die Verler Bitterkeit hatten mit einigen umstrittenen Entscheidungen – vor allem in den Schlussminuten – die schon viele Jahre auf Verbands- und Oberligaebene pfeifenden Schiedsrichter Borutta/Brünger gesorgt. Bitter war die Heimniederlage auch, weil die Verler nach schwacher erster Halbzeit die Partie mit einer starken Aufholjagd scheinbar in den Griff bekamen und ihr Plan, den Gegner mit frischen Spielern aufgrund vieler Wechsel müde zu laufen, aufzugehen schien.

Mit der Sprunggelenksverletzung des sechsfachen TSV-Torschützen Luca Höltkemeier begann die Verler Aufholjagd. Die war beim Stand von 16:21 (44. Minute) aber auch bitter nötig, denn die im Angriff viel zu harmlosen und in der Abwehr immer wieder ausgespielten Gastgeber wären sonst mausetot gewesen. Stattdessen feuerte der Tabellenvorletzte, der ab Minute 44 mit Thilo Vogler (Finger) ebenfalls auf einen wichtigen Spieler verzichten musste, gleich sechs Lebenszeichen in Serie ab und lag nach 49:30 Minuten mit 22:21 vorne. Der im Vorjahr noch als Trainer der Hahlener Frauenmannschaft in Verl siegreiche Marc Pohlmann setzte nun auf Erfahrung durch seinen Bruder Jan und durch den nun auch im Angriff eingesetzten langjährigen Verbandsliga-Toptorjäger Henrik Thielking.

Nicht eingeplante 24:26-Pleite des TV Verl vergrößert die Abstiegssorgen erheblich

Verl(WB). Gegensätzlicher können die Bilder am Samstagabend in der Verler Sporthalle kaum sein. Während die Spieler des TSV Hahlen im Kreis hüpfend den Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga feiern, sitzt TVV-Torhüter Patrick Schmidt nach der bitteren 24:26 (10:13)-Niederlage geschlagen am Boden.

Auf der Tribüne machen einige Krakeeler, die offensichtlich ihre gute Kinderstube vergessen haben, ihrem Unmut gegenüber dem Schiedsrichtergespann Hartmut Borutta/Bernd Brünger vom TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck Luft. Sie sehen in den Unparteiischen die Hauptschuldigen für die möglicherweise folgenschwere Pleite. »Klar sind wir in einigen Szenen benachteiligt worden, aber das trifft nicht den Punkt. Wir haben nicht wegen den Schiedsrichtern verloren«, macht TVV-Trainer Hubertus Neuhaus unmissverständlich klar und erstickt eine auch kaum zielführende Diskussion somit im Keim.

Denn es ist die Verler Mannschaft selbst, die sich die Niederlage einbrockt und drei Spieltage vor Schluss weiter die schwere Hypothek eines Drei-Punkte-Rückstands auf die HSG Porta Westfalica und den damit verbundenen rettenden zwölften Platz mit sich herumschleppt. Neuhaus redet sich in Rage und wird immer lauter, als er den Rückfall in längst vergessen geglaubte Zeiten anprangert. »Da kommt der Kack wieder aus der Klamottenkiste, da kann ich mich fürchterlich drüber aufregen«, kritisiert der Coach, dass sich seine Mannschaft erneut im erfolglosen Spielsystem seines Vorgängers Sören Hohelüchter aus der missratenen Hinserie übt.

Verl (zog). „Wir haben keine Optionen mehr. Wir haben uns in dieser Saison in so eine schlechte Situation gebracht, dass wir nun fast alle Spiele gewinnen müssen.“ Hubertus Neuhaus, seit dem 1. Februar Trainer des Tabellenvorletzten TV Verl, schätzt die Aussichten im Abstiegskampf der Handball-Verbandsliga sachlich-nüchtern ein. So hilft den Verlern im Heimspiel am Samstag um 17 Uhr gegen den Rangelften (und lediglich rechnerisch noch nicht gesichertem) TSV Hahlen nur ein doppelter Punktgewinn.

Deshalb will Hubertus Neuhaus auch von Rechenexempeln und denkbaren Szenarien wie einer möglichen Relegation als Vorletzter oder im entgegengesetzten Fall einer Relegation als Drittletzter nichts wissen: „Der Rechenschieber blockiert nur. Das einzige, was uns weiterbringt, ist Leistung.“

Um gegen die Gäste aus dem Raum Minden zu bestehen, die im nächsten Jahr mit Sicherheit lieber die kurzen Wege nach Hüllhorst (punktgleich mit Verl) und Porta Westfalica (mit drei Zählern Vorsprung auf Rang 12) hätten, setzt Neuhaus auf seinen großen Kader und Wärme. Der Plan lautet, die Gäste mit Tempospiel durch stets frische Kräfte von der Bank müde zu spielen. „Wir müssen die Hahlener Jungs treiben. Das hätte ja sogar in Steinhagen fast noch geklappt“, verweist Hubertus Neuhaus auf die Aufholjagd von 19:24 zum 27:27-Endstand.

Der TV Verl ist nach dem überraschenden Sieg der HSG Hüllhorst bei Spitzenreiter LIT II zwar wieder Tabellenletzter, dennoch ist bei nur drei Zählern Rückstand zum rettenden Ufer weiterhin alles drin. »Für uns ist jetzt aber jedes Spiel ein Endspiel«, sagt TVV-Trainer Hubertus Neuhaus, nach dessen Rechnung seine Mannschaft von acht noch möglichen Punkten sieben zum Klassenerhalt benötigt. Den TSV Hahlen (19:25 Punkte) könnten die Verler (13:21) bei einem Heimsieg am morgigen Samstag (ab 19 Uhr) sogar mit in den Abstiegssumpf ziehen. »Wir haben uns längst nicht aufgegeben. Jeder weiß, um was es geht und seit vier Partien sind wir in unseren Leistungen auch stabil«, kann die Mannschaft des TV Verl laut Neuhaus mit der prekären Situation gut umgehen: »An der Moral gibt es nichts zu deuteln.«

Dem möglicherweise verlorenen Zähler beim 27:27 in Steinhagen (Neuhaus: »Die Schiedsrichter haben wild gepfiffen«) trauern die Verler nicht mehr hinterher. Sollte dieser Punkt in der Endabrechnung aber fehlen, dann wäre das eine bittere Geschichte. Schon jetzt bitter: Niklas Ottofrickenstein, der die Verler nach seinem Comeback vor zwei Wochen im Abstiegskampf unterstützen wollte, wird in dieser Saison kein Spiel mehr bestreiten. Beim Rechtsaußen sind die Schulterprobleme, die bereits im Sommer 2016 zu einem Sportverbot geführt hatten, wieder aufgetreten.

TV Verl erkämpft sich ein 27:27 bei der Spvg. Steinhagen

Steinhagen/Verl (vos). Ein Kreisduell mit Spannung bis zur letzten Sekunde, aber ohne Sieger: Spvg. Steinhagen und TV Verl haben sich in der Handball-Verbandsliga 27:27 (16:12) getrennt.

Die Verler, vor der Partie durch den Hüllhorster Sieg auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, wirkten etwas übermotiviert und machten sich das Leben selbst schwer. Gleich sechs Zeitstrafen kassierten sie allein im ersten Durchgang.

Beim 20:15 und 24:19 (44.) sah das Cronsbach-Team wie der sichere Sieger aus, doch in imponierender Manier kämpfte sich der Tabellenletzte mit fünf Toren in Folge heran. Timo Vogler besorgte neun Minuten vor Ende den Ausgleich zum 24:24. Dann ging es hin und her: Dritte Zeitstrafe Robin Kasper (55.), verworfener Siebenmeter Albert Kreismann, Unterzahl-Tor Tim Ansorge zum 26:25, Zeitstrafe Ansorge, Ausgleich Jan Hendrik Schott per Siebenmeter zum 26:26. Steinhagen bejubelte wichtige Paraden von Sebastian Brüggemeyer und das 27:26 von Jonas Maiwald. Verl hatte Glück, dass Christoph Lewanzik nur die Latte traf und Colin Peperkorn eine Zeitstrafe kassierte. Vogler markierte so in Überzahl das 27:27, ehe Maiwald den letzten Steinhagener Wurf zwei Sekunden vor Schluss an die Querlatte setzte.



»Keine Ahnung, ob uns der Punkt weiterhilft. Diese Masterfrage können wir heute noch nicht beantworten«, sagte Hubertus Neuhaus.

TV Verl: Schmidt, Greitens (ab 23.); Kreismann (4/3), Jogereit (3), Bode (5), Wiese (1), Ottofrickenstein (1), Vogler (5), Busche, Hesse (3), Bruy, Reithage (1), Erichlandwehr, Schott (4/3).

Steinhagen (zog). Nach 19:24 eine Aufholjagd gestartet und bei viel – durch umstrittene Pfiffe des Schiedsrichtergespanns Menke/Zent begründeter – Hektik einen Punkt gerettet. Wie viel der beim Endstand von 27:27 im Kreisderby bei der SpVg Steinhagen für den TV Verl wert ist, werden die letzten vier Saisonspiele zeigen. In der Tabelle hat die Mannschaft einen Punkt auf die überraschend gegen Spitzenreiter siegreiche HSG Hüllhorst verloren. Punktgleich mit 13:31 steht das Duo am Tabellenende mit drei Zählern Abstand zum drittletzten.

„In der ersten Habzeit haben wir gegen neun gespielt und waren mausetot. Im zweiten Durchgang haben die Schiedsrichter dann vogelwild gepfiffen. Aber das immerhin auf beiden Seiten gleich“, sagte TVV-Trainer Hubertus Neuhaus. Sechs ihrer sieben Zeitstrafen kassierten die Verler vor der Pause und führten letztmalig beim 7:6 (16. Minute).

Durchgang zwei begann mit zwei Verler Treffern zum 16:14, doch dann war Steinhagen am Drücker. Allerdings waren vor 250 Zuschauern nun zumeist die Gastgeber dezimiert auf dem Feld. Nach zwei Zeitstrafen vor der Pause gab es für das Team des Ex-Verlers Torben Gottsleben nun sechs Hinausstellungen, darunter drei für Robin Kasper.

Verbandsliga: Kampfstarke Verler klauen Spvg. noch einen Punkt

Steinhagen (vos). Ein Kreisduell mit Spannung bis zur letzten Sekunde, aber ohne Sieger: Spvg. Steinhagen und TV Verl haben sich in der Handball-Verbandsliga 27:27 (16:12) getrennt.

Die Verler, vor der Partie durch Hüllhorsts Sieg sogar auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht, zeigten von Beginn an, dass sie sich nicht aufgegeben haben. Marc Bode brachte den TVV mit 3:1 in Führung, danach machten sich die etwas übermotiviert wirkenden Gäste das Leben selbst schwer. Gleich sechs Zeitstrafen kassierten sie allein im ersten Abschnitt (Trainer Hubertus Neuhaus und Jan Hendrik Schott wegen Meckerns), die Spvg. nur eine.

45 Minuten lang zeigten die Steinhagener wenig Mitleid mit dem abstiegsbedrohten Nachbarn, weil sie ihre handballerischen Vorteile in die Waagschale warfen. Robin Kasper erledigte in der 6-0-Abwehr und im Angriff einen tadellosen Job, zudem zeigte Torwart Hannes Köhne nach Einwechselung nicht nur bei zwei parierten Siebenmetern Klasse.

Beim 20:15 und 24:19 (44.) sah die Sportvereinigung wie der sichere Sieger aus. Doch in imponierender Manier kämpfte sich der Tabellenletzte mit fünf Toren in Folge heran, Timo Vogler besorgte neun Minuten vor Ende den Ausgleich zum 24:24. Dann ging es hin und her: Dritte Zeitstrafe Robin Kasper (55.), verworfener Siebenmeter Albert Kreismann, Unterzahl-Tor Tim Ansorge zum 26:25, Zeitstrafe Ansorge, Ausgleich Jan Hendrik Schott per Siebenmeter zum 26:26. Steinhagen bejubelte wichtige Paraden von Sebastian Brüggemeyer und das 27:26 von Jonas Maiwald, Verl hatte Glück, dass Christoph Lewanzik nur die Latte traf und Colin Peperkorn eine Zeitstrafe kassierte. Thilo Vogler markierte so in Überzahl das 27:27, ehe Maiwald den letzten Steinhagener Wurf an die Querlatte setzte.

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